Hyperstacks
von Louis Lory und Dejan Simonović
Die Welt der VR (Virtual Reality) ist nach wie vor faszinierend – und auch, wenn sie mittlerweile fast schon wieder ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, erscheinen nach wie vor qualitativ hochwertige Spiele für den virtuellen Markt. So zum Beispiel auch Hyperstacks, das am 30. Juli 2026 erschienen und vom spanischen Entwicklungsstudio Squirrel Bytes entwickelt und gepublisht worden ist. Der Plattformer verbindet Geschicklichkeitspassagen mit Rätsel und Aktion. Er ist auf Steam sowie für die Metaquest für knapp 20 Euro erhältlich. Wegen leichter Gewalt und der Möglichkeit, online zu interagieren, hat die USK das Spiel ab 12 Jahren freigegeben, was aber auch generell den Herstellerempfehlungen für die Nutzung von VR-Brillen entspricht.
Inhalt:
Hyperstacks begrüßt uns mit einem erfrischenden Science-Fiction-Setting mit süßer 3D-Comic-Grafik. Auf einer futuristischen Plattform mitten im Weltall heißt uns ein fliegender Roboter, der an Eve aus "Wall-e" erinnert, und erklärt uns die Steuerung sowie die Spielregeln. Den Händen nach zu urteilen, auf die man selbst herabblicken kann, spielt man auch ein mechanisches Wesen. Mehr sieht man von sich selbst aber nicht. Roboter dienen in diesem Spiel als „Mentoren“ und Chefs, die dir verschiedene Herausforderungen stellen und dich durch die verschiedenen Level leiten.
Die Level, das sind kleine Parcours innerhalb der rätselhaften Raumstation, die abstrakt gehalten, aber farblich ansprechend und strukturiert geordnet sind, sodass das Spiel besonders auch Menschen mit einer logischen Ausprägung Freude machen wird. Es müssen Plattformen überwunden, pinke Hindernisse bezwungen und digitale Gegner besiegt werden. Und nebenbei wird dein Spielverhalten von deinem jeweiligen Robotermentor spöttisch kommentiert, was aber auch Teil des Humors des Spiels ist.




Spielmechanik:
Die zwei klassischen VR-Controller werden bei Hyperstacks als Hände verwendet, wie in vielen anderen Spielen auch. Mit diesen kann unter anderem etwas gegriffen, an etwas gezogen, ein Gegner geschlagen oder gekämpft werden. Die Steuerung ist dabei weitgehend intuitiv und wird Schritt für Schritt von deinen digitalen Begleitern erklärt. Allerdings haben bestimmte Funktionen (zumindest in unserem Testing) teilweise nicht ganz so funktioniert wie beschrieben. Beispielsweise war die Sprungtaste eine andere als angegeben. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass solche Fehler (Bugs) von frühen Versionen inzwischen behoben sind.
Neben den klassischen Levelparcours und Gegnerkämpfen, bei denen man sich immer weiter steigern kann, bietet das Spiel viel Raum für seinen eigenen individuellen Level-Editor, bei dem innerhalb der VR-Welt selbst Parcours angelegt werden können. Die eigene Fantasie so anschaulich entstehen lassen zu können, kann für die Spielerinnen und Spieler ein besonderes und wertvolles Erlebnis sein. Allerdings wurde dieser Modus in unserem Testing bisher nicht ausprobiert.
Bewertung:
Hyperstacks ist ein spaßiges 3D-Spiel, das Geschicklichkeitspassagen mit Logikrätseln und Action verbindet. Die Steuerung ist dabei anspruchsvoll, aber weitgehend intuitiv. Die Herausforderungen zu meistern macht wirklich Spaß und auch die Möglichkeit eigene Level zu erstellen und sie anderen Spielerinnen und Spielern zur Verfügung zu stellen klingt sehr vielversprechend.


Hinweis:
Beim Spiel ist jedoch zu beachten, dass es sich hierbei um ein VR-Spiel handelt, bei dem man sich innerhalb der Spielwelt auch mit dem Controller bewegen muss. Diese Eingaben bewegen die 3D-Welt zusätzlich zu den eigenen Körper- und Kopfbewegungen um einen herum, was zumindest am Anfang gewöhnungsbedürftig ist und bei manchen Menschen zu Schwindel und Übelkeit führen kann. Deswegen werden Pausen und das Spielen unter Aufsicht empfohlen.
Wer merkt, dass er auf solche VR-Spiele empfindlich reagiert, kann es noch mit VR-Games versuchen, in denen man einen festen Standpunkt hat und nur die echten, eigenen Bewegungen in die Spielwelt übertragen werden, wie z.B. bei Beat Sabr. Auch Renn- oder Flugsimulationen mit VR-Ansicht, sind in der Regel etwas besser verträglich, da diese das Cockpit als Fixpunkt haben. Beides sind Alternativen, mit denen das menschliche Gehirn besser zurecht kommt und die weniger zu Motion Sickness führen.
Spieltrailer zu Hyperstacks auf YouTube anschauen:
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