Mono Wave
von Hannah Wrobel und Dejan Simonović
Spielbeschreibung
„Mono Wave“ ist ein am 16. September 2026 erschienenes, liebevoll gestaltetes Puzzle-Platforming-Abenteuer, in dem die vier Grundemotionen Wut, Trauer, Angst und Freude eine zentrale Rolle spielen. Dabei sind die Emotionen nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, sondern werden auch direkt zum Lösen der Rätsel eingesetzt.
Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle des Protagonisten Mono und begleiten ihn auf seiner Reise durch die Geisterwelt. Dabei helfen wir ihm, sich in dieser zurechtzufinden und verschiedene Rätsel zu lösen.
Entwickelt wurde „Mono Wave“ von Studio BBB Inc. und gemeinsam mit Phoenixx Inc. veröffentlicht. Das Spiel ist über Steam, auf dem Steam Deck sowie für die Nintendo Switch verfügbar. Neben der Steuerung über Keyboard und Controller bietet „Mono Wave“ sowohl einen Einzelspieler- als auch einen Koop-Modus.


Inhalt
Eine zentrale Besonderheit von „Mono Wave“ ist die Möglichkeit, Emotionen zwischen Mono und den Geistern zu übertragen. Mono kann seine aktuelle Emotion durch seinen Gesang an einen Geist weitergeben. Dadurch verändert sich das Verhalten und die Fähigkeit des Geistes. Gleichzeitig verliert Mono die übertragene Emotion und kann sie zunächst nicht mehr selbst einsetzen. Stattdessen kann er eine andere Emotion aufnehmen und diese für die weitere Interaktion mit seiner Umgebung nutzen.
Für das Lösen der Rätsel ist daher nicht nur entscheidend, welche Emotion gerade benötigt wird, sondern auch, an wen sie weitergegeben wird. Die Spielerinnen und Spieler müssen die unterschiedlichen Eigenschaften der Emotionen und das Verhalten der Geister miteinander kombinieren, um neue Wege zu eröffnen und Hindernisse zu überwinden.
Mono bietet einen optionalen Koop-Modus, indem Mono von einem schwebenden Kristall namens Prism unterstütz wird. Auch Prism kann Emotionen aufnehmen und diese an den Hauptcharakter Mono oder andere Geister weitergeben. Dadurch können beide Figuren gemeinsam mit den Emotionen arbeiten und die Rätsel lösen. Das Spiel wird dadurch bewusst etwas einfacher und somit eignet sich der Modus hervorragend, um beispielsweise Eltern und Kinder zusammen spielen zu lassen oder für den Einsatz im pädagogischen Kontext.
Visuelle Gestaltung
Das Spiel überzeugt mit gezeichneten Figuren und Landschaften. Die Konturen in starken Grundfarben stehen in klarem Kontrast zum schwarzen Hintergrund und prägen damit den eigenen visuellen Stil des Spiels. Rot, Gelb, Grün und Lila werden hierbei verwendet, um die vier Grundemotionen visuell darzustellen und sind bei Mono, Prism und den Geistern zu erkennen, wenn sie die jeweilige Emotion fühlen. Damit ist die visuelle Darstellung Teil des Gameplays und immer klar lesbar. Dazu kommen sehr niedliche Emotionen.



Steuerung
Die Bedienung des Spiels ist simpel gehalten und wird zu Beginn schrittweise erklärt. Da es nur wenige Steuerungsmöglichkeiten gibt, lassen sich diese auch recht schnell einprägen.
Die eigentliche Herausforderung liegt in den Rätseln. Während die ersten Aufgaben noch leicht zu lösen sind, steigt der Schwierigkeitsgrad im weiteren Verlauf deutlich an. Später müssen mehrere Schritte vorausgeplant und verschiedene Möglichkeiten miteinander kombiniert werden. Dadurch werden die Rätsel zunehmend anspruchsvoller und erfordern mehr vorausschauendes Denken.
Die Meinung der Gamecheckerinnen und Gamechecker
Insgesamt hat uns das Spiel sehr gut gefallen. Besonders ansprechend fanden wir die süße und kindgerechte Gestaltung sowie die Art, wie die Emotionen visuell dargestellt werden. Auch die Handlung wirkt liebevoll gestaltet und passt gut zur Zielgruppe von Kindern und Familien.
Die Steuerung wird verständlich erklärt und lässt sich anschließend schnell erlernen. Dadurch eignet sich das Spiel unserer Meinung nach auch gut für Einsteigerinnen und Einsteiger.
Allerdings ist zu beachten, dass die Rätsel im späteren Gameverlauf deutlich komplexer werden. Während die ersten Aufgaben noch gut allein zu bewältigen sind, könnten jüngere Kinder bei den späteren Rätseln Schwierigkeiten bekommen und Unterstützung benötigen. Hier bietet jedoch der Koop-Modus die großartige Möglichkeit, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wodurch das Spiel wieder zugänglicher wird und sich hervorragend für Eltern oder auch Geschwister eignet, die mit jüngeren Kindern zusammenspielen wollen. Zudem eignet sich das Spiel auch dazu, um mit Kindern über Emotionen zu reden, sei es zu Hause oder im pädagogischen Kontext. So kann man spielerisch thematisieren, was z.B. Wut oder Angst mit einem Macht und wie sich das auch auf andere auswirkt.
Alles in allem ist Monowave ein wunderschönes und besonderes Indie-Game, das Kinder und Erwachsene zusammenbringen kann. Nach einem ausführlichen Test mit unseren GameCheckerinnen und GameCheckern empfehlen wir das Spiel für Grundschulkinder ab 6 Jahren, im Idealfall gemeinsam mit Eltern oder Erwachsenen für den etwas komplexeren Teil des Spiels.
Falls ihr auf der Suche nach einem Koop-Mathe-Spiel für etwas ältere Kinder seid, schaut euch gerne unseren Beitrag zu "Néro und Sci" an!
Fazit
„Mono Wave“ ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das mit seinem einfachen Zeichenstil und der spielerischen Darstellung von Emotionen besonders jüngere Spielerinnen und Spieler anspricht. Die zunächst leicht zugänglichen Rätsel bieten einen guten Einstieg, werden im weiteren Verlauf jedoch zunehmend anspruchsvoller. Dadurch wächst die Herausforderung mit dem Spiel mit und kann insbesondere im gemeinsamen Spiel mit einem Erwachsenen gut bewältigt werden.
Wer ein niedlich gestaltetes Rätselspiel sucht, bei dem Zusammenarbeit und Ausprobieren im Mittelpunkt stehen, findet hier einen familienfreundlichen Einstieg in das Puzzle-Platforming-Genre.


