Allgemein
6. August 2026

Gaming-Arcade-Stationen im Stadtmedienzentrum Stuttgart

Videospielgeschichte und Medienkultur zum Anfassen

Wer das Foyer des Stadtmedienzentrums betritt, dem fallen sofort unsere bunten Gaming-Arcade-Stationen auf. Im Gegensatz zu ihren Pendants aus den 80er Jahren, müssen bei den Exemplaren des Stadtmedienzentrums jedoch keine Quater-Münzen eingeworfen werden, um ein Spiel zu spielen. Auch geht es uns nicht darum, die Jagd auf Highscores zu eröffnen, sondern vielmehr darum, die Geschichte der Videospiele und damit ein Stück Medienkultur anschaulich darzustellen.

Mit den Arcade-Stationen ermöglichen wir zum einen Kindern und Jugendlichen Spiele selbst nachzuspielen, wie z.B. Pacman, und damit die Entwicklung der Computerspiele zu erleben, aber auch die Einflüsse zu sehen, die alte Spieleklassiker bis heute noch haben. Zum anderen werden auch Eltern sowie Lehrkräfte an Ihre Kindheit und Jugend erinnert. Vielen wird dabei bewusst, dass digitale Spiele auch ihre eigene Jugend geprägt haben. Dies kann zu einem verständnisvolleren Umgang mit Videospielen und Mediennutzung zwischen den Generationen und innerhalb von Familien führen und Anlässe für gemeinsames Spielen schaffen.

Entwicklung durch Jugendliche und junge Erwachsene

Das besondere an den Gaming-Arcades im Foyer des SMZ Stuttgart ist, dass (bis auf den Pacman Automaten) alle von jungen Leuten selbst gebaut worden sind. Die Minetest-Station (heute Luanti) wurde an einer Schule entworfen und im Rahmen eines Blockalot-Projektes zusammengesetzt. Im SMZ Karlsruhe steht ein baugleiches Pendant, wodurch man sich zu zweit beim Meistern eines Parcours messen kann.

Die Retro- und Bloxels-Arcade wurden jeweils von Bundesfreiwilligendienstleistenden bzw. FSJlern entworfen, programmiert und zusammengebaut. Auch die grafische Ausgestaltung der Stationen stammt von Mitarbeitenden und Praktikanten des Stadtmedienzentrums.

Retro-Klassiker entdecken

Auf der Retro-Arcade lassen sich Klassiker der Spielegeschichte ausprobieren und gemeinsam spielen, deren Original-Kassetten-Module (Cartridges) mit den dazugehörigen Konsolen in einer Glasvitrine nebenan ausgestellt sind. Vom alten Gameboy über das klassische NES bis zur Playstation 1, kann hier ein Blick auf alte Konsolen und die dazugehörigen Datenträger geworfen werden. Die Geschichte und Entwicklung von Videospielen wird so gerade für jüngere Besuchende begreifbar gemacht.

Ein besonders Schmuckstück ist ein über 40 Jahre alter Atari 2600, den uns ein treuer Besucher als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Eigene Spiele auf der Bloxels-Arcade

Was unsere Bloxels-Arcade angeht: Man darf sich von der Pixelgrafik nicht täuschen lassen. Auf der Bloxels-Arcade werden keine Retro-Games vorgestellt, sondern Spiele, die von Kindern und Jugendlichen in Workshops der ComputerSpielSchule und der Mobilen Medienschule Stuttgart Ost selbst entwickelt und designt wurden.

Während es früher aufgrund der Technik Begrenzungen bei Pixelanzahl und Farben gab, ist Pixelart heute eine künstlerische Stilrichtung geworden. Die jungen Gamedesignerinnen und Gamedesigner können mit Bloxels eigene Plattformerspiele im Stil der klassischen Super-Mario-Titel gestalten - mit handgemachten Animationen und selbstgebauten Levels. Von den Figuren und deren Bewegungen bis hin zu Hintergründen, Hindernissen und Gegnern - alle Faktoren können von den jugendlichen Entwicklerinnen und Entwicklern selbst gestaltet werden. Die fertigen Spiele können dann authentisch auf der Bloxels-Arcade von allen Besucherinnen und Besuchern sowie während des Game, Make & Learn-Angebots gespielt werden. Medienproduktion wird so für Kinder und Jugendliche zugänglich gemacht und belohnt, indem das finale Produkt zur Schau gestellt wird. 

Die Oberfläche der Bloxels-Arcade orientiert sich am Design klassischer Spielautomaten. Ein Beispielspiel kann über den folgenden Link direkt im Browser gespielt werden – die Bloxels-Arcade sowie die weiteren Gaming-Arcades stehen Besucherinnen und Besuchern im Stadtmedienzentrum Stuttgart zum Ausprobieren zur Verfügung.