Hyperstacks

von Louis Lory und Dejan Simonović

Die Welt der VR (Virtual Reality) ist nach wie vor faszinierend – und auch, wenn sie mittlerweile fast schon wieder ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, erscheinen nach wie vor qualitativ hochwertige Spiele für den virtuellen Markt. So zum Beispiel auch Hyperstacks, das am 30. Juli 2026 erschienen und vom spanischen Entwicklungsstudio Squirrel Bytes entwickelt und gepublisht worden ist. Der Plattformer verbindet Geschicklichkeitspassagen mit Rätsel und Aktion. Er ist auf Steam sowie für die Metaquest für knapp 20 Euro erhältlich. Wegen leichter Gewalt und der Möglichkeit, online zu interagieren, hat die USK das Spiel ab 12 Jahren freigegeben, was aber auch generell den Herstellerempfehlungen für die Nutzung von VR-Brillen entspricht.

Inhalt:

Hyperstacks begrüßt uns mit einem erfrischenden Science-Fiction-Setting mit süßer 3D-Comic-Grafik. Auf einer futuristischen Plattform mitten im Weltall heißt uns ein fliegender Roboter, der an Eve aus "Wall-e" erinnert, und erklärt uns die Steuerung sowie die Spielregeln. Den Händen nach zu urteilen, auf die man selbst herabblicken kann, spielt man auch ein mechanisches Wesen. Mehr sieht man von sich selbst aber nicht. Roboter dienen in diesem Spiel als „Mentoren“ und Chefs, die dir verschiedene Herausforderungen stellen und dich durch die verschiedenen Level leiten.

Die Level, das sind kleine Parcours innerhalb der rätselhaften Raumstation, die abstrakt gehalten, aber farblich ansprechend und strukturiert geordnet sind, sodass das Spiel besonders auch Menschen mit einer logischen Ausprägung Freude machen wird. Es müssen Plattformen überwunden, pinke Hindernisse bezwungen und digitale Gegner besiegt werden. Und nebenbei wird dein Spielverhalten von deinem jeweiligen Robotermentor spöttisch kommentiert, was aber auch Teil des Humors des Spiels ist.

Spielmechanik:

Die zwei klassischen VR-Controller werden bei Hyperstacks als Hände verwendet, wie in vielen anderen Spielen auch. Mit diesen kann unter anderem etwas gegriffen, an etwas gezogen, ein Gegner geschlagen oder gekämpft werden. Die Steuerung ist dabei weitgehend intuitiv und wird Schritt für Schritt von deinen digitalen Begleitern erklärt. Allerdings haben bestimmte Funktionen (zumindest in unserem Testing) teilweise nicht ganz so funktioniert wie beschrieben. Beispielsweise war die Sprungtaste eine andere als angegeben. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass solche Fehler (Bugs) von frühen Versionen inzwischen behoben sind.

Neben den klassischen Levelparcours und Gegnerkämpfen, bei denen man sich immer weiter steigern kann, bietet das Spiel viel Raum für seinen eigenen individuellen Level-Editor, bei dem innerhalb der VR-Welt selbst Parcours angelegt werden können. Die eigene Fantasie so anschaulich entstehen lassen zu können, kann für die Spielerinnen und Spieler ein besonderes und wertvolles Erlebnis sein. Allerdings wurde dieser Modus in unserem Testing bisher nicht ausprobiert.

Bewertung:

Hyperstacks ist ein spaßiges 3D-Spiel, das Geschicklichkeitspassagen mit Logikrätseln und Action verbindet. Die Steuerung ist dabei anspruchsvoll, aber weitgehend intuitiv. Die Herausforderungen zu meistern macht wirklich Spaß und auch die Möglichkeit eigene Level zu erstellen und sie anderen Spielerinnen und Spielern zur Verfügung zu stellen klingt sehr vielversprechend.

Hinweis:

Beim Spiel ist jedoch zu beachten, dass es sich hierbei um ein VR-Spiel handelt, bei dem man sich innerhalb der Spielwelt auch mit dem Controller bewegen muss. Diese Eingaben bewegen die 3D-Welt zusätzlich zu den eigenen Körper- und Kopfbewegungen um einen herum, was zumindest am Anfang gewöhnungsbedürftig ist und bei manchen Menschen zu Schwindel und Übelkeit führen kann. Deswegen werden Pausen und das Spielen unter Aufsicht empfohlen.

Wer merkt, dass er auf solche VR-Spiele empfindlich reagiert, kann es noch mit VR-Games versuchen, in denen man einen festen Standpunkt hat und nur die echten, eigenen Bewegungen in die Spielwelt übertragen werden, wie z.B. bei Beat Sabr. Auch Renn- oder Flugsimulationen mit VR-Ansicht, sind in der Regel etwas besser verträglich, da diese das Cockpit als Fixpunkt haben. Beides sind Alternativen, mit denen das menschliche Gehirn besser zurecht kommt und die weniger zu Motion Sickness führen.

Spieltrailer zu Hyperstacks auf YouTube anschauen:

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Zu den letzten GameCheck-Beiträgen:

Gamingtipp für die Ferien: Fantasy Network

von Louis Lory und Dejan Simonović

Es sind Sommerferien – die Zeit für Freibadpommes und Strandurlaub ist da! Doch in diesem Rekordsommer ist es manchmal so heiß, dass es an manchen Tagen angenehmer ist, sich mit geschlossenen Rollläden in seinem Zimmer zu verbarrikadieren. Für solche Tage haben wir einen GameCheck-Spezialtipp für euch: Fantasy Network.

Spielbeschreibung

Das erst kürzlich, am 06. August 2026, erschienene Actionspiel „Fantasy Network“ ist von Raven Travel Studios entwickelt worden und gehört zur Sorte der Metroidvania-Games. Damit werden Spiele bezeichnet, denen meist eine größere Map mit verschiedenen miteinander verbundenen Orten zugrunde liegt, zwischen denen sich die Figur hin und her bewegen kann. Der 2D-Plattformer ist momentan im Einführungsangebot für 11,89 Euro auf Steam erhältlich und ist aufgrund leichter Cartoon-Gewalt ab 12 Jahren freigegeben.

Story

In Holua scheint die Welt in Ordnung zu sein: Knuffige Comic-Charaktere hüpfen durch knallbunte Retrowelten; schön gestaltete Läden und Cafés säumen eine traumhafte Strandpromenade. Doch der Schein trügt: Als Lyn eines Morgens erwacht, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass ihre Mutter von bösen Mächten entführt worden ist! Schnell begreift sie, dass nur sie etwas dagegen unternehmen kann: Sie muss die anstehende Wahl gewinnen und die neue Präsidentin von Holua werden! Zum Glück ist Holua ein Ort, an dem virtuelle und reale Welten miteinander verschmelzen und Likes ein hohes Gut sind. Und das kann Lyn zu ihrem Vorteil nutzen…

Steuerung und Features

„Fantasy Network“ ist ein Spiel, das stark story-basiert ist – stärker als die bisher vorgestellten GameCheck-Spiele. Dies wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass das Spiel sehr offen gestaltet ist und nicht zwingend linear gespielt werden muss. Es gibt zwar ein übergeordnetes Ziel, nämlich dass der Hauptcharakter die eigene Mutter rettet und Präsidentin wird, jedoch auch zu jedem Zeitpunkt konkrete Aufgaben, sodass viel Zeit zum Erkunden und Ausprobieren bleibt. Das Spiel bietet daher nahezu unzählige Möglichkeiten und ist so detailreich gestaltet, dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Die Strandpromenade lädt zum Flanieren und Einkehren ein; daran angrenzend konnte in nur circa einer Stunde Spielzeit bereits einen Wald und mehrere Strandabschnitte entdeckt werden, an denen auch schon erste Feinde gelauert haben. Bossfights gehören zu „Fantasy Network“ ebenfalls dazu. Dafür hat Lyn nur ein Werkzeug zur Verfügung: Ihren Regenschirm.

Neben Erkundungstouren und actiongeladenen Kämpfen muss Lynn unter anderem an verschiedenen Turnieren teilnehmen, um sich als mögliche Präsidentin qualifizieren zu können: Hier bietet „Fantasy Network“ eine reiche Auswahl an in die Story integrierten Minispielen, die von Koch-Challenges über Rennfahrten bis hin zu Tanzwettbewerben reichen. Und das ist noch lange nicht alles.

Das Spiel bietet somit die Möglichkeit, je nach Bedarf ein Cozy Game, ähnlich wie Animal Crossing oder Jump-and-Run-Spiele zu sein – und gibt den Spielenden auch die Verantwortung, dies selbst mitzugestalten. Wer einfach nur chillen möchte, den laden die liebevoll designten Landschaften zum Träumen und Verweilen ein. Und will der oder die Spielende mit der Geschichte fortfahren, gibt es jederzeit Hinweise oder Informationsstellen, an die er oder sie sich wenden kann.

Das wichtigste Feature: Ein Smartphone, das als Symbol in der Leiste jederzeit verfügbar ist. Mit ihm können Likes gesammelt, Beiträge gepostet und somit die Beliebtheit der zukünftigen Präsidentin gesteigert werden.

Einschätzung

„Fantasy Network“ ist sowohl für Retro-Fans als auch für kleine Entdeckerinnen und Entdecker etwas, also kurzum: Ein Spiel für die ganze Familie. Die 12er Freigabe schränkt diese Universalfähigkeit etwas ein, aber nichtsdestotrotz garantiert das Spiel „Fantasy Network“ abwechslungsreichen Spielspaß mit einem roten Faden. Gerade am Anfang kann es sein, dass die vielen Möglichkeiten und Informationen etwas überfordern, weswegen regelmäßige Pausen beim Spielen zu empfehlen sind.

Positiv erwähnt sei hier ebenfalls noch, dass das Spiel handgezeichnet ist, was in Zeiten von KI immer wieder das künstlerische Herz erwärmt: Hier war also echte Leidenschaft am Werk.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und schöne Sommerferien!

Offizieller Trailer zu Fantasy Network:

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Weitere GameChecks für die Sommerferien:

#DRIVE Rally

von Louis Lory und Dejan Simonović

Nachdem die Gamecheckerinnen und Gamechecker mit „4PGP“ bereits ein Spiel mit schnellen Fahrzeugen erprobt haben, steht mit „#DRIVE Rally“ nun ein weiteres Spiel mit quietschenden Reifen auf dem Prüfstand in unserem GameCheck.

Der im April 2025 erschienene Fahrsimulator im Retro-Arcade-Look wurde von Pixel Perfect Dude entwickelt und veröffentlicht. Er ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und auch mit einem X-Box-Controller problemlos spielbar. Für 18,99 Euro ist das Spiel unter anderem auf Steam erhältlich – doch was hat „#DRIVE Rally“ wirklich zu bieten? Im GameCheck sind wir dieser Frage nachgegangen.

Spielbeschreibung

"#DRIVE Rally lässt Sie die 90er Jahre in der aufregendsten Ära der Motorsportgeschichte noch einmal erleben, in der Staub, Schlamm und Schnee Ehrenzeichen sind. Entfesseln Sie die rohe Kraft legendärer Rallye-Biester und denken Sie daran: Je schneller Sie fahren, desto besser!"

Dass ein Spiel wie „#DRIVE Rally“ keine große Story braucht, um seinen Zweck zu erfüllen, ist wohl selbstredend. Stattdessen geht es um schnelle Autos, abenteuerliche Strecken und nochmal schnellere Motoren. Diese angeheizte Atmosphäre wird auch noch einmal von der energiegeladenen Musik unterstrichen, die Spielerinnen und Spieler beim Rennen um den ersten Platz motiviert.

Steuerung und Features

Die Steuerung von „#DRIVE Rally“ ist, so haben es auch unsere GameCheckerinnen und GameChecker empfunden, nicht unbedingt die einfachste. Die Lenkung ist sehr sensibel, sodass schon eine kleine Bewegung mit dem Finger einen großen Ausschlag bewirken kann, der nicht selten mit einem Zusammenstoß endet oder dazu führt, dass man deutlich von der Strecke abkommt. Der Entwickler selbst führt diese Herausforderung auf das Retro-Gefühl des Spiels zurück und beschreibt die Steuerung als „leicht zu erlernen, schwer zu meistern“.

Auch die Mehrspielerfunktion verwirrt auf den ersten Blick: Das Spiel ist auf Steam als Einzelspielerspiel gekennzeichnet; gleichzeitig wird ein lokaler Partymodus angepriesen, der mit bis zu 12 Spielern spielbar sein soll. Die Auflösung dieses scheinbaren Widerspruchs erklärt sich im Namen des Spiels: Da sich bei einer Rally die verschiedenen Fahrer nicht gleichzeitig, sondern nacheinander messen, kann auch immer nur eine Spielerin oder ein Spieler gleichzeitig an der Konsole sein.

„#DRIVE Rally“ bietet seinen Spielerinnen und Spielern für ein so simples Spiel trotzdem unzählige Möglichkeiten: Verschiedene Strecken, Autos und Beifahrer (sogenannte „Co-Piloten“) sorgen für ordentlich Abwechslung. Während des Fahrens kann zwischen verschiedenen Ansichten gewechselt und eine spielinterne Screenshot-Funktion aktiviert werden. Zudem bietet das Spiel Möglichkeiten der Weiterentwicklung: Das Brechen globaler Rekorde, das Freischalten von Innendekorationen und neuer Autos oder das Spielen von Meisterschaften. Die Autos können sogar individuell designt und verziert werden, wenn man dazu die nötige Geduld besitzt.

Darüber hinaus schmückt das Spiel sich mit „legendären Autos, ikonischen Locations und vielen Easter-Eggs“, als Liebeserklärung an Auto-Liebhaberinnen, Auto-Liebhaber und alte Arcade-Rennspiele der 90er-Jahre. Dieser Nostalgie-Effekt hat auf Kinder vermutlich eine geringe Wirkung, doch er könnte für Eltern ein Anreiz sein, das Spiel gemeinsam mit der Familie auszuprobieren und somit einmal mehr den Austausch der verschiedenen Generationen über Gaming zu ermöglichen.

Für noch mehr Austausch bietet sich die sogenannte „Drive-Community“ auf Discord an.

Einschätzung unserer GameCheckerinnen und GameChecker

Die Teilnehmenden des Spieletests waren dieses Mal vier Jungs im Alter von 7 bis 10 Jahren. Sie beschrieben das Spiel unter anderem als „entspannt“ und „lustig“, was nicht ganz dem actiongeladenen Anspruch entspricht, den das Spiel an sich selbst hat.

Die Streckenauswahl wurde von ihnen positiv hervorgehoben, während die Grafik eher als Schwäche empfunden wurde. Das könnte unter anderem auch damit zu tun haben, dass Kinder in der Regel keine Nostalgie für eine Ära des Gamings verspüren, die sie gar nicht selbst miterlebt haben. Deswegen sehen sie auch den Mehrwert einer veralteten Grafik oder eines bewussten Retro-Looks nicht wirklich; für sie sieht das Spiel dann einfach „schlecht“ aus – vor allem, wenn sie es im Kopf mit gängigen Rennspielen wie „Mario Kart“ vergleichen.

Was die Steuerung angeht, gingen die Meinungen ziemlich auseinander: Manche der Kinder kamen mit der Steuerung besser zurecht, andere schlechter. Einige empfanden das Spiel als „zu leicht“ und lobten sogar „die schnelle Lenkung“; andere hatten dabei Schwierigkeiten, bewerteten das Spiel als eindeutig „zu schwer“ und ärgerten sich darüber, dass der Platz häufig „zu eng“ wäre, um gut und flüssig fahren zu können. Positiv erwähnt wurde, dass es eine Kilometer-Anzeige gibt, die der Orientierung dient.

Das Rally-Prinzip selbst war eher irritierend für die Kinder; sie hätten sich vermutlich einfach mehr „Mario Kart“ gewünscht. Das Fahren der Strecken hat ihnen viel Spaß bereitet, doch schon bei vier Spielern war die durchschnittliche Wartezeit für eine einzige Runde vor allem für Kinder mit einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne zu lang, um den Fokus durchgängig auf dem Spiel zu behalten.

Fazit

DRIVE Rally“ ist ein Fahrsimulatorspiel, das eher für 90er-Nostalgikerinnen und Nostalgiker als für ein jüngeres Publikum entwickelt worden zu sein scheint. Gleichzeitig bringt es das Potenzial mit sich, ein Spiel für die ganze Familie zu sein, aus dem jede und jeder für sich etwas rausziehen kann. Allein die Steuerung und das Rally-Prinzip könnten noch einmal optimiert werden, um einen angenehmeren Spielspaß zu garantieren.

Wer ein Spiel wie „Mario Kart“ oder „Need for Speed“ erwartet, wird eventuell etwas enttäuscht sein. Wer aber einfach nur Spaß am Fahren hat und gerne verschiedene Strecken erkundet, während er mit seinen Liebsten beisammen ist, dem sei dieses Spiel wärmstens empfohlen. Wir sprechen eine Altersempfehlung ab 10 Jahren aus. Das Spiel kann zukünftig bei uns in der ComputerSpielSchule und im Freitagsangebot Game, Make & Learn ausprobiert werden.

Offizielle Trailer des Spiels

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4PGP – Four-Player Grand Prix

von Julia Sakretz und Dejan Simonović

„Und jetzt sind die Lichter aus, wer kommt am besten weg? Der Mercedes hatte keinen guten Start, der Ferrari setzt sich an die Spitze!“

Dies sind typische Worte nach einem Rennstart der Formel 1. Die Entwickler 株式会社3goo haben ein Spiel herausgebracht, welches dieses Gefühl rüberbringt - als kleines Indie-Studio, das nicht über die original Formel-1-Lizenzen verfügt. 4PGP ist ein Rennspiel, welches bewusst an alte Arcade- und Konsolen-Rennspiele der frühen Playstation Ära erinnert und statt einer komplexen Simulation kurzweilige Action bietet. Daher sollte man sich nicht von der altmodisch wirkenden Grafik abschrecken lassen. Das Spiel ist Anfang Juni 2026 erschienen. Auf der Nintendo Switch oder dem PC können lokal bis zu vier Spielerinnen und Spieler zusammen Rennen fahren.

Was ist die Formel 1? 

Die Formel 1 zählt zu den bekanntesten Motorsportserien der Welt. Wer bislang wenig Berührungspunkte mit dem Rennsport hatte, findet hier eine kurze Erklärung: Sie ist die höchste Klasse des internationalen Automobilrennsports. Sie existiert seit mehr als 70 Jahren und wird als Königsklasse des Motorsports angesehen. Die 22 besten Fahrer der Welt kommen hier zusammen und fahren gegeneinander auf 24 Rennstrecken um die Welt. Nach jedem Rennen gibt es Punkte und am Ende der Saison zwei Weltmeistertitel zu gewinnen. Ausführliche Informationen dazu bietet der Gameframe-Artikel „Formel 1 und ihre Simulatoren“, der im August 2026 erscheint.

Steuerung und Features

Das Spiel orientiert sich grundsätzlich an dem realen Format der Formel 1. Es gibt fünf verschiedene Spielmodi. Der Championship Modus ist der Hauptrennmodus, in welchem man verschiedene Rennen fahren kann. Dabei werden immer drei Runden gefahren, dann wird die Strecke gewechselt. Die Autos haben verschiedene Stärken und Schwächen. Manche haben ein höheres Höchsttempo als die anderen, dadurch sind sie die beste Wahl für Hochgeschwindigkeitsstrecken. Andere hingegen haben mehr Druck auf die Vorderachse und dadurch besseres Handling. Diese Autos sind besser für kurvenreiche Strecken geeignet. Und manche Autos liegen irgendwo dazwischen. Dadurch macht es Spaß mit den verschiedenen Rennwägen zu experimentieren.

Spielerfahrung unserer Gamecheckerinnen und Gamechecker

Wer einen kurzen rasanten Spielspaß sucht, findet mit 4PGP einen soliden Arcade-Racer, der vor allem in älteren Spielerinnen und Spielern nostalgische Gefühle hervorruft, da er sehr an frühe Playstation 1 Spiele erinnern. Unser Testerteam bestand dieses Mal aus zwei Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren. Den jungen Testerinnen und Testern hat die altbewährte Grafik des Spiels leider nicht vollständig zugesagt. Trotzdem konnten sie dem Fahrgefühl und dem Gameplay einiges abgewinnen.

Die Kinder hatten Gefallen an den verschiedenen Fahrzeugen und testeten gerne aus, wie sich ihre Eigenschaften auf das Fahrgefühl auswirken. Mit etwas Erfahrung in Rennspielen und durch die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten zur Einstellung des Schwierigkeitsgrades ist der Einstieg in das Spiel nicht schwer. Jedoch war der niedrigste Schwierigkeitsgrad gerade leicht genug, um mit den computergesteuerten Fahrern mithalten zu können. Bei höheren Schwierigkeitsgraden waren unsere Testerinnen und Tester schnell abgehängt, was den Spielspaß etwas eindämmte, da nur auf diesen Spielgraden neue Fahrzeuge oder Strecken freigeschalten werden konnten. Bei unseren jungen Gamecheckerinnen und Gamecheckern klang das Interesse am Spiel daher auch nach einiger Zeit ab.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen Arcade-Rennspiel ist und sich an der Retro-Grafik, die bewusst an frühe 3D-Rennspiele erinnert, nicht stört, wird mit 4PGP sicherlich seinen Spaß haben. Besonders Formel-1-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Allerdings sollten diese keine realistische Simulation erwarten. 4PGP versteht sich klar als Arcade-Racer und legt den Fokus auf schnellen Spielspaß statt auf realistische Fahrphysik. Die Steuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, und das Fahrzeug lässt sich insbesondere zu Beginn nicht ganz einfach kontrollieren. Mit etwas Übung stellt sich jedoch schnell ein gutes Fahrgefühl ein. Insgesamt ist 4PGP eine gelungene Alternative zu Mario Kart für alle, die eine etwas größere Herausforderung suchen, sich für die Formel 1 begeistern und keine großen Summen für einen aufwendigen Rennsimulator ausgeben möchten. 

Offizieller Game-Trailer:

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Mesoké

von Louis Lory & Dejan Simonović

Die Gamecheckerinnen und Gamechecker haben wieder zugeschlagen – und sich dieses Mal tief in die Welt von Mesoké begeben. Dieses im Mai 2026 auf Steam erschienene Erkundungsspiel wurde von Mystik’Art entwickelt und ist ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Spielbeschreibung 

“Erkunde eine himmlische Welt voller Geheimnisse, verborgener Pfade und traumhafter Landschaften. Meistere ein flüssiges, impulsbasiertes Flugsystem, sammle Chi-Energie, indem du Risiken eingehst, entdecke neue schwebende Reiche und hilf Mesoké dabei, ihren inneren Palast wiederaufzubauen.” 

So beschreibt sich das Spiel in Kürze selbst. Startet man Mesoké, wird man, abgesehen von einem sehr minimalistischen Menü, direkt in die Story – beziehungsweise in die Lüfte geworfen und muss relativ schnell selbst herausfinden, was zu tun ist.  

Ein roter Gleiter, der an eine romantisierte Form des Ikarus erinnert, schwebt durch ein wolkiges Nichts. Er ist der Protagonist, er ist in alle Richtungen steuerbar... Und nun?  

Plötzlich klärt die Sicht auf und gibt den Blick auf eine atemberaubende Landschaft frei, die die Spielerinnen und Spieler innehalten lässt. Zwischen fliegenden Felsen und grasbewachsenen Ruinen schweben Edelsteine, die verheißungsvoll funkeln. Spätestens ab hier wird klar, dass Mesoké ein Spiel ist, das zum Erkunden und Träumen einlädt. Aufregend, aber nicht hektisch. Faszinierend, aber auch beruhigend. Das wird unter anderem auch durch die meditative Hintergrundmusik betont, die an jeder Stelle des Spiels leise mitschwingt.  

Die tatsächlichen Erzählelemente werden vor allem zu Anfang nicht direkt erwähnt und wenn überhaupt nur symbolisch angedeutet. Der Fokus liegt einzig und allein auf dem Gameplay, also dem Fliegen und dem Einsammeln von  Edelsteinen. Später kommen auch noch weitere Funktionen wie das Reisen durch Portale hinzu – und weitere schön gestaltete Welten warten darauf, erkundet zu werden.  

Ob das Spiel im Laufe der Handlung noch eine komplexere Story entwickelt, konnte im Rahmen des Gamechecks nicht endgültig festgestellt werden. Der Beschreibung nach zu urteilen, gibt es zwar eine Rahmenhandlung, die jedoch nicht explizit erzählt wird und daher Raum für Gefühle und eigene Interpretationen lässt. 

Steuerung und Features

Das Menü bietet lediglich zwei manuelle Einstellungen. Zunächst einmal kann die Fenstergröße des Spiels durch eine überraschend große Auswahl an Auflösungen präzise angepasst werden. Zudem ist es möglich, die Steuerung zu invertieren, also einzustellen, welche Richtung auf dem Controller welcher Flugrichtung im Spiel entspricht. Wenn die Steuerung auch nach längerem Ausprobieren noch schwerfällt, lohnt es sich, diese Einstellungsmöglichkeit in Betracht zu ziehen.  

Was die Steuerung angeht, sprechen die Spieleentwickler selbst von einem „Risiko-Belohnungssystem”; das heißt: Je präziser man fliegt, desto mehr unterstützt der Wind die eigene Flugbahn. Um die gesuchten Edelsteine einzusammeln, muss man oft ziemlich nah am Boden entlang fliegen. Achtung: Berührt man diesen, löst man sich auf und muss (zumindest teilweise) wieder von Neuem beginnen. Hier ist also Präzision gefragt. 

Die Meinung der Gamecheckerinnen und Gamechecker

Das Spiel kam bei den Testerinnen und Testern gut an, die dieses Mal aus zwei Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren bestanden. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des eher ruhigen Gameplays konnte das Spiel sie mit seinen schön gestalteten Welten und seinem speziellen Art-Style überzeugen. Insbesondere das Sammeln der versteckten Gegenstände und Artefakte hat den beiden gut gefallen und in ihnen die Lust geweckt, die detailreich gestalteten Orte genauer zu erkunden und die Sammlung zu vervollständigen. Auch die stimmungsvolle und minimalistische Musik hat zur positiven Kritik beigetragen. Die beruhigende Atmosphäre des Spiels hat die Kinder ebenfalls beeindruckt. Die Welten wurden von ihnen mehrfach als „mega entspannt” oder „voll die coole Dimension” beschrieben. 

Die Steuerung wurde zunächst als etwas gewöhnungsbedürftig empfunden, doch mit ein bisschen Übung und Geschick kamen die Kinder auch damit zurecht.  
 
Das Spiel verzichtet bewusst auf eine ausführlich erklärte Story und setzt den Fokus auf seine mystisch-farbenfrohe Stimmung. Dadurch kam allerdings immer wieder die Frage auf, was denn nun eigentlich das genaue Ziel des Spiels sei. Ein wenig mehr Hinweise auf Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung und genauere Erklärungen der einzusammelnden Gegenstände könnten das Spielerlebnis eventuell noch verbessern. Durch das wenig geleitete Spielerlebnis sind die Spielerinnen und Spieler eingeladen, ihrer Intuition zu folgen und dem Erkundungsdrang nachzugeben. Andererseits könnte das Spiel durch seine Uneindeutigkeit auch dabei helfen, Kindern beizubringen, auf ihre Intuition zu vertrauen, statt starre Regeln zu befolgen.

Fazit

Mesoké bietet Entspannung, Ablenkung und ein flüssiges Gameplay, das die Spielerinnen und Spieler in zauberhafte Welten eintauchen lässt und Kinder regelrecht „entschleunigen” kann. Somit ist es familienfreundlich und ab ca. 8 Jahren zu empfehlen.

Die Steuerung zwar nicht kompliziert, jedoch erfordert sie etwas Übung. Vorerfahrung mit dem Gamepad ist hier von Vorteil. Wen das nicht abschreckt, erwartet eine mystische Entdeckungsreise, die die Spielenden mit spektakulären Landschaften und viel Atmosphäre belohnt. Das Spiel ist, um es in den Worten der Entwickler zu sagen, etwas für all jene, die „heilen und genießen wollen, ohne alles verstehen zu müssen”. 

Offizieller Game-Trailer:

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Bee Simulator

von Julia Sakretz

Zwischen den zahlreichen bekannten Spielen oder Neuveröffentlichungen vergisst man schnell, welche Spiele man schon besitzt. Das Spiel Bee Simulator ist ein kleines Cozy Game, welches im Jahr 2020 erstmals veröffentlicht wurde. Wir haben uns das Juwel angeschaut und mit unseren Gamecheckern und Gamecheckerinnen gestestet.  

Das Spiel Bee Simulator wurde von Varsav Game Studios entwickelt und von Untold Tales gepublished. Spielbar ist es auf verschiedenen Konsolen, PS4, Xbox One, PC-Steam und Nintendo Switch. Die Steuerung wird mit Controllern unterstützt, aber auch am Computer mit Tastatur und Maus ist eine Steuerung möglich. 

Spielbeschreibung 

Als Spielerin oder Spieler nimmt man die Rolle der kleinen Biene „Beescuit“ ein, die in einem Bienenstock geboren wird. Von der großen Königin wird man zur Honigbiene erklärt, dann geht es auch schon auf die Suche nach Pollen. Auf den Wiesen gibt es sehr viele verschiedene Blumen, die aufgesucht werden können. Natürlich bringen seltenere Blumen mehr Pollen. Eine weitere Fähigkeit ist es, Zucker zu essen, indem man als Biene beispielsweise auf einem Cupcake landet. Dadurch bekommt die fliegende Biene einen Booster und fliegt schneller. Man lernt als Biene verschiedene Perspektiven kennen und fliegt durch unterschiedliche Gebiete. In den ersten Spielminuten bekommt man alles erklärt, was man zur Steuerung des Spiels wissen muss. Wenn das Tutorial abgeschlossen ist, kommt die Biene in einen Bienenstock an einem alten Baum, welcher sich in einem Park befindet. Dieser Baum soll abgerissen werden. Doch die Königin erwartet, dass wir uns auf unsere Aufgabe, das Nektarsammeln, konzentrieren. Wie die Geschichte der kleinen „Beescuit“ danach weitergeht, müssen die Gamerinnen und Gamer selbst erspielen.

Bewertung durch unsere GameChecker 

Unsere Gamecheckerinnen und Gamechecker haben das Spiel bereits getestet. Das Tester-Team für dieses Spiel bestand aus sieben Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren. Nach anderthalb Stunden begeistertem Testen sind sie zu folgendem Ergebnis gekommen: Der Bee Simulator ist ein großartiges Spiel, welches sehr viel Spaß macht. Der Multiplayer-Modus hat ihnen ebenfalls sehr viel Freude bereitet. Auch die Einzelspielerinnen und Einzelspieler sind aufgesprungen und haben sich gegenseitig gezeigt, was bei ihnen auf dem jeweiligen Bildschirm passiert.  

Zudem haben sie relativ schnell die Funktion entdeckt, wie man als Biene tatsächlich auch stechen kann. Enttäuschend für die Gamechecker und Gamecheckerinnen war dann, dass sie nicht die gewünschte Reaktion von den NPCs erhalten haben. Zwar ist ein Luftballon zerplatzt, aber sowohl Tiere als auch Menschen haben sich nicht verändert, nachdem die Biene sie „gestochen“ hat.

Neben dieser kleinen Enttäuschung haben die Gamechecker und Gamecheckerinnen unter anderem festgestellt, wie schwierig die Steuerung am Anfang ist. Besonders jüngere Tester im Alter von acht und neun Jahren haben rückgemeldet, dass die Steuerung nicht einfach zu bewältigen ist. Dies kann zu einem Spielflussstopp führen, was dann wiederum die Motivation der Kinder senken kann. Sobald sich die Kinder aber mit der Steuerung zurechtgefunden haben, haben sie begonnen, sich auf die Umgebung zu konzentrieren – und waren begeistert von der Spielwelt. Die Landschaft und die darin vorkommende Artenvielfalt haben alle sehr beeindruckt. In einem Park war beispielsweise ein riesiger Hirsch. Man kann durch beziehungsweise über einen Zoo fliegen, wobei sich die verschiedensten Tiere entdecken lassen. Am meisten jedoch hat unseren Testenden die sogenannte Bienenperspektive gefallen, welche simuliert, wie eine Biene die Welt wahrnimmt.

Realitätscheck 

Neben dem Test mit unserer GameCheck-Gruppe sind wir zudem der Frage nachgegangen, ob die Bienenansicht im Spiel realitätsgetreu nachempfunden worden ist. Bienen haben Facettenaugen, was bedeutet, dass sie zwischen 5.000 und 7.000 ganz kleine Augen haben, welche alle nur einen bestimmten Ausschnitt der Umgebung wahrnehmen. Im Gehirn wird daraus dann ein Gesamtbild zusammengesetzt. Zum Vergleich: Menschen haben sogenannte Kameraaugen. Dies bedeutet, dass wir eine Linse in unseren Augen haben, welche das „Bild“, das unser Auge an unser Gehirn schickt, einfängt und scharfstellt.

Bienen sehen durch ihre vielen Augen eher verschwommen und erkennen hauptsächlich grobe Formen statt Details. Dadurch können sie Bewegungen besonders schnell wahrnehmen und potenzielle Gefahren früh erkennen. Ihr Gehirn ist darauf spezialisiert, Flugbahnen zu berechnen und Blumen während des Flugs zu finden. Im Spiel wurde dies aus videospieltechnischen Gründen nicht vollständig umgesetzt, auch wenn die Bienenperspektive leicht verschwommen dargestellt wird und Blumen sowie Räuber besser erkennbar sind.

Doch an der Bienenperspektive ist noch etwas anderes besonders: die Farben! Während wir Menschen ein Farbensehspektrum von Rot bis Violett haben, sehen Bienen kein Rot. Sie haben Rezeptoren für Ultraviolett (UV), Blau und Grün. Sieht das menschliche Auge eine rote Blume, kann eine Biene etwas ganz anderes sehen. Viele Blumen besitzen UV-Muster auf den Blütenblättern. Da wir kein UV sehen können, erscheinen die Blumen für uns einfarbig. Eine Biene jedoch kann durch ihre Rezeptoren diese Musterung sehen und weiß, wo sich der Nektar in der Blume befindet. Deshalb sieht die Bienenansicht farblich auch ganz anders aus als die normale Ansicht, um zu verdeutlichen, wie Bienen Farben wahrnehmen können. 

Der Aspekt, dass Bienen ein ungefähres Sichtfeld von 300° haben, geht durch die Videospielmechanik ein wenig verloren. Man hat in der Außenansicht die Möglichkeit auf einen 360°-Rundumblick, indem man die Kamera dreht, während es in der Bienenansicht keine 300° sind. Dies ist aber auch wieder dem Komfort eines Videospiels geschuldet und kein wirklicher Kritikpunkt von unserer Seite aus.

Was macht der Bee Simulator richtig? 

Blumen dienen als wichtige Orientierungspunkte im Spiel und werden gezielt angeflogen. Sie sind durch Farben gekennzeichnet, auch wenn wir davon ausgehen können, dass sie deutlicher hervorgehoben sind als in der realen Welt, um das Spiel für den Spieler zu vereinfachen. Die Welt wird sehr gut aus Bodennähe dargestellt. Die Menschen und Tiere sind im Vergleich zu einer Biene skaliert worden. Grashalme sind so groß wie kleine Bäume, Pfützen wirken wie Seen und Menschen wie riesige Wesen. Durch den Beschleunigungsschub wird symbolisiert, wie schnell eine Honigbiene fliegen kann – nämlich zwischen 20 und 30 km/h. Zwar ist die UV-Sicht nicht realistisch dargestellt, weil man immer noch bestimmte Farben sehen kann oder sie unverändert sind. 

In Summe macht der Bee Simulator dennoch vieles richtig: Man verständigt sich mit anderen Bienen durch einen Tanz, und Wespen sind einem nicht wohlgesonnen. Auch kann man leichte Muster auf den Blumen erkennen und die Farben verändern sich deutlich, wenn man in den Bienenmodus wechselt. Trotzdem sind noch zu viele Details zu erkennen: Die Welt um die Biene herum ist sehr detailliert und auch zu scharf. Unter normalen Umständen wäre die Welt sehr viel verschwommener (siehe Bilder).

Doch dadurch, dass es ein Spiel ist, wurde dementsprechend auch auf diesen Fakt Rücksicht genommen. Es ist eine sehr gut gelungene Mischung aus Bienenbiologie und Videospielhilfe. Es gibt klare Orientierungspunkte, aber auch solche Aspekte wie Wegfinder oder eine Bibliothek im Bienenstock.

Fazit 

Die Gamecheckerinnen und Gamechecker hat der Bee Simulator überzeugt. Er ist eine sehr gut gelungene Mischung aus Biologielehrstunde und Videospielspaß und eignet sich gut für einen entspannten Nachmittag auf der Couch oder einen lustigen Abend mit Freundinnen und Freunden. Die Computerspielschule empfiehlt das Spiel ab 8 Jahren. Die Spielmechanik ist etwas herausfordernd und am Anfang nicht einfach zu verstehen. Nach etwas Übung und Gewohnheit wird auch dieser Aspekt einfacher. 

Wenn ihr den Bee Simulator mal ausprobieren wollt, könnt ihr dies gerne freitags bei unserem offenen Angebot Game, Make & Learn machen.  

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PUZZLING PLACES

von Louis Lory & Dejan Simonović

Hard Facts: 

Puzzle-Freunde aufgepasst! „Puzzling Places – 3D Jigsaw Sim“ ist, wie der Name schon sagt, ein dreidimensionales Puzzle-Simulator-Game – und zwar eines, das sich sehen lassen kann. Am 9. April 2026 erschienen und von Realities.io Inc entwickelt, ist es nun unter anderem auf Steam für 7,99 Euro erhältlich. Eine Demo-Version ist zudem kostenlos spielbar. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und somit für alle Altersklassen zugänglich. Das Indie-Game ist sowohl in einer PC-Version mit Kontroller als auch in einer Virtual-Reality-Version verfügbar, die mit einem klassischen VR-Headset gespielt werden kann. 

Beschreibung: 

In „Puzzling Places“ werden den Spielerinnen und Spielern verschiedene dreidimensionale Modelle von fotorealistischen Orten und Gebäuden (basierend auf echten Schauplätzen) vorgelegt, die in verschiedene dreidimensionale „Bruchstücke“ zerteilt sind – hier ein Stück Wiese, da ein Teil einer verwitterten Schlossmauer. Daraus ergibt sich dann eine Art dreidimensionales Puzzle, bei dem viel gedreht und ausprobiert werden muss, bis klar ist, welches Teil an welche Stelle gesetzt werden muss, damit am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht. So setzen sich nach und nach die verschiedensten Welten mit faszinierenden Details und lebendigen Figuren zusammen: Ein tobendes Fußballstadion. Ein märchenhaftes Schloss. Oder auch eine schaurig-schöne Halloween-Party.  

Das Spiel kann als Cozy Game verstanden werden, da es zur Beruhigung und Ablenkung angewendet werden kann. Gleichzeitig fördert es aber auch die Konzentration und das dreidimensionale Denkvermögen der Spielerinnen und Spieler.

Features: 

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Das Spiel verfügt über eine Auswahl verschiedener Level beziehungsweise Orte, die unabhängig voneinander gespielt werden können und nicht aufeinander aufbauen. Ebenso ist das Puzzeln nicht durch ein Zeitlimit begrenzt und verfügt auch nicht über einen klassischen Spielstand (abgesehen davon, dass es die schon gespielten Orte als „Geschafft!“ markiert). 

Grundsätzlich ist „Puzzling Places“ in zwei unterschiedlichen Spielmodi verfügbar, zwischen denen bei jedem neuen Ort gewählt werden kann: Der Classic Mode und der Journey Mode. Im Classic Mode stehen den Spielerinnen und Spielern Hilfsbilder zur Verfügung, die das zu bauende Gebäude in seinem Endstadium zeigen. Ansonsten gibt es keine Anhaltspunkte - alle Teile sind gleichzeitig verfügbar.

Im Journey Mode gibt es hingegen etwas mehr Unterstützung – es werden jeweils fünf neue Teile angezeigt, die passend eingesetzt werden müssen, bevor weitere fünf erscheinen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist darüber hinaus noch ein Tutorial vorhanden, das allerdings (vor allem in der VR-Version) leicht „versteckt“ ist. 

Ein weiterer Faktor, der den Schwierigkeitsgrad entscheidend beeinflussen kann, ist die Anzahl der Teile, die ebenfalls manuell eingestellt werden kann. Jedes Puzzle kann zwischen 20 und 400 Teilen enthalten. Zudem sind Lautstärke und sogar die Farben des Spiels individuell justierbar. Diese und weitere Rahmenbedingungen zeigen deutlich, dass den Spieleentwicklerinnen und Spieleentwicklern Barrierefreiheit wichtig ist. 

Es ist anzumerken, dass sich die Features und Fähigkeiten bei der VR- und der PC-Version jeweils ein bisschen unterscheiden. Beispielsweise gibt es das Spiel auch in einer Mehrspieler-Variante; allerdings nur in der VR-Version. 

Bewertung durch unsere Gamechecker: 

Puzzling Places wurde im Gamecheck von unseren Spieletesterinnen und Spieletestern getestet.Das Tester-Team für dieses Spiel bestand aus zwei Jungs im Alter von 9-11 Jahren.Die Gamechecker waren von „Puzzling Places“ rundherum begeistert. Das Spiel wurde von ihnen als „entspannt“ und „sicher“, teilweise aber auch als „fröhlich“ und „aufregend“ empfunden. Als besonders positiv haben sie die detailreichen Animationen und Effekte hervorgehoben. Auch die „Figuren“ innerhalb der Maps haben bei ihnen immer wieder für freudige Ausrufe gesorgt und sie stark beeindruckt: Beispielsweise gab es die „süße Katze“, die neben einem Haus auf der Wiese beim Puzzeln plötzlich aufgetaucht ist oder das Fußballfeld, das ab einem gewissen Punkt tatsächlich von agierenden Mannschaften bespielt wird. Darüber hinaus haben sie der Spielwelt, der Steuerung und dem Spaßfaktor die volle Punktzahl gegeben und den Schwierigkeitsgrad als genau richtig eingestuft. 

Die anfänglichen Schwierigkeiten, die sich vor allem bei der VR-Version gezeigt haben („Was muss man machen?“) haben sich schnell in fokussierte Konzentration verwandelt, nachdem das etwas versteckte Tutorial gefunden worden ist. Die Kinder haben sich während des Spielens ruhig verhalten und keine heftigen Reaktionen gezeigt. Tatsächlich haben sie über eine Stunde lang durchgespielt, ohne von Langeweile zu sprechen oder abgelenkt zu werden.  

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die PC-Version im Gameplay etwas leichter begreiflich als die VR-Version ist, bei welcher etwas mehr Hilfe am Anfang nötig werden kann (vor allem beim Finden des Tutorials und des Menüs). Zudem sind manche der Puzzles nur in der PC-Variante verfügbar. Ein weiterer Unterschied zwischen den Versionen ist, dass in VR die einzelnen Teile drehbar sind und somit ein flexibleres Probieren möglich wird, während in der PC-Version jeweils die Teile schon „passend hingedreht“ sind. Hier muss jede und jeder selbst entscheiden, je nachdem, was präferiert wird. Am Ende erfreuten sich in unserem GameCheck aber beide Versionen großer Beliebtheit.  

Fazit:  

„Puzzling Places – 3D Jigsaw Sim“ ist ein entspanntes, spaßiges Puzzle-Spiel, das Konzentrationsfähigkeit und räumliches Denken fördert. Es ist für alle Altersklassen zugänglich und somit auch als Spiel für die ganze Familie geeignet. Da die VR-Version im Vergleich etwas anspruchsvoller ist, empfehlen wir für den Anfang die PC-Version inklusive Journey Mode und Tutorial. Zudem sprechen wir eine Altersempfehlung ab 7 Jahren für den Journey Mode aus, wobei der anspruchsvollere Classic Mode auch für Erwachsene geeignet ist – ein Spiel für die ganze Familie. Das Spiel kann bei uns in der ComputerSpielSchule während des offenen Angebots „Game, Make & Learn“ jeden Freitag in beiden Versionen ausprobiert werden.  

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ORIGAMENT

von Louis Lory & Dejan Simonović

Hard Facts: 

Origament: A Paper Adventure ist ein Geschicklichkeitsspiel, das am 7. April 2026 erschienen ist. Es wurde von Space Sauce Studio entwickelt und von Beverlor und Assemble Entertainment herausgegeben. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Es richtet sich auch an Gelegenheitsspielerinnen und -spieler und ist für den PC z.B. auf Steam für ca. 15 Euro erhältlich. Zum Testen kann jedoch zunächst auch in eine kostenlose Demo-Version gespielt werden. Das Spiel ist in deutscher Sprache verfügbar und kann sowohl mit Tastatur und Maus als auch mit einem Controller gespielt werden. Die Spielzeit beträgt etwa zwei bis drei Stunden.  

Beschreibung: 

Origament beginnt mit einem liebe- und fantasievollen Jungen, der an seinem Schreibtisch sitzt und einen wichtigen Brief schreibt. In der Spielbeschreibung ist vom „Archiv der Erinnerungen – einem Ort voller verblassender Gedanken, ungeschickter Worte und Briefe, die niemals gelesen wurden“ die Rede.

Der Inhalt und der gewünschte Empfänger des Briefes werden zwar im Dunkeln gelassen, doch es wird deutlich, dass die Botschaft unbedingt bei ihrem Ziel ankommen muss. Damit dies auch gelingen kann, wird der Brief kurzerhand von einem Funken Fantasie zum Leben erweckt, sodass er sich von nun an selbst auf die Reise begeben kann. So schwimmt, fliegt, rollt und segelt er durch die unterschiedlichsten Orte, erfüllt Missionen und löst kleine Rätsel. Auf seinem Weg wird er von einer geheimnisvollen Katze begleitet, die ihm immer wieder erscheint und hilfreiche Tipps und Anregungen gibt.  

Features: 

Die Spielenden schlüpfen in die Rolle des Briefes, der durch verschiedene Parcours und Welten bugsiert werden muss. Dabei sind stets vier verschiedene Modi beziehungsweise Formen anwählbar, in die sich der Brief verwandeln kann und zwischen denen unbegrenzt hin- und hergewechselt werden kann: An Land lässt sich der Brief am besten als zusammengeknüllter Ball fortbewegen. Geht es über eine tiefe Schlucht, kann in den Papierflieger-Modus gewechselt werden. Das Segelboot eignet sich für die Fortbewegung auf dem Wasser, die gerade am Anfang des Spiels häufig benötigt wird. Zu guter Letzt gibt es noch den Wurfstern, der eine schnelle Drehung ausführt, um potenzielle Gegner in die Flucht zu schlagen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. 

Official Gameplay Trailer:

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Die Katze, die den Spielenden immer wieder erscheint, dient als eine Art Mentor, der zur rechten Zeit den Weg weist oder auf etwas aufmerksam macht. Ebenso finden sich auf dem Weg auch immer wieder versteckte Hinweise in Form einer Flaschenpost. Die Textmenge der Flaschenpost wird in beiden Fällen recht kurzgehalten, sodass auch jüngere Spielerinnen und Spieler gut mitkommen und es nicht abschreckt. Die Geschicklichkeitspassagen sind in der Regel einfach zu bewältigen; die zu bewältigenden Routen mehr oder weniger linear. Trotzdem existiert die Möglichkeit zu „sterben“, wenn ein gewisses rotes Gras berührt wird. In einem solchen Fall wird man leicht zurückgesetzt und kann ohne Strafe nochmal probieren. 

Die Spielenden können zwischen verschiedenen Welten beziehungsweise Leveln hin und herwechseln. Dazu finden sie sich in einer Art Menü in Form eines runden Warteraums wieder, in dem die verschiedenen Level hinter gerahmten Spiegeln versteckt sind. Zudem existiert dort ein Laden, in dem die im Spiel eingesammelten Münzen gegen neue Fähigkeiten und Kostüme (Skins) eingetauscht werden können. Ingame-Käufe gegen (zusätzliches) Echtgeld gibt es jedoch nicht.

Bewertung (durch unsere Gamechecker): 

Origament wurde von unseren Gamecheckern getestet. Unser Tester-Team für dieses Spiel bestand aus zwei Jungs im Alter von 9-11 Jahren. Origament hat unseren Gamecheckern großen Spaß gemacht. Sie haben das Spiel schnell und intuitiv begriffen, sodass es ihnen schon nach kurzem gelungen ist, vollständig in die Spielwelt einzutauchen. Bis zu 45 Minuten blieben sie am Stück dran, ohne sich zu langweilen. Manchmal gab es kurze Irritationen im Gameplay, zum Beispiel wenn es an einer unübersichtlichen Stelle nicht weiterging, aber Probleme dieser Art waren meist nach wenigen Sekunden wieder gelöst und können als natürlicher Teil des Gameflows betrachtet werden. Das zeigt sich auch daran, dass die Gamechecker den Schwierigkeitsgrad des Spiels als (knapp über) „genau richtig“ eingestuft haben. Als besonders schwer wurden die Abschnitte beschrieben, in denen man von Fels zu Fels springen musste, wobei manche von ihnen in sich zusammenfallen, wenn der Brief zu lange auf ihnen verharrt. Eine Herausforderung, die die Spieletester gerne angenommen – und gemeistert haben. 

Besonders gefallen hat den Gamecheckern die Spielwelt, die durch ihre detailreiche Plastizität und ihre abwechslungsreichen Maps überzeugt. Die Hauptfigur besticht durch ihre wandelbare Form, die den Kindern imponiert hat. Besonders „der Wurfstern war geil“ und hat für viel Begeisterung gesorgt, wenn er in den richtigen Momenten eingesetzt werden konnte. Die Ausgangssituation, ein Blatt Papier zu spielen, das auch tatsächlich wie eines aussieht, sorgt also dank der liebevollen Gestaltung des Spiels für weniger Irritationen, als vielleicht angenommen werden könnte.  

Was die Steuerung angeht, hätten sich die Gamechecker mehr Kontrollmöglichkeiten gewünscht. In den verschiedenen Modi ist es zwar möglich, sich fortzubewegen und (je nachdem) auch zu springen, aber eine genauere Steuerung ist nicht möglich. „Du kannst nicht steuern, ob du höher fliegst oder nicht.“ 

Der andere große Kritikpunkt bezieht sich auf die Vorgaben des Spiels: Diese hätten laut den Gamecheckern genauer sein können. Oft wussten sie nicht, was das eigentliche Ziel eines Levels ist oder wo es genau entlang oder weitergehen soll. „Ich fände es cool, wenn es eine etwas genauere Anweisung gäbe.“ 

Fazit:  

Origament: A Paper Adventure ist ein kleines, aber feines Cozy Game, das den Gamecheckern eine rundum gute Zeit beschert hat. Die liebevolle Gestaltung der Spielwelt und die Wandelbarkeit des Briefes sorgen für ein außergewöhnliches Spielerlebnis. Einzig die unzureichenden Vorgaben und die teilweise noch unvollkommene Steuerung haben den Kindern in unserem Spieletest nicht gefallen. Besonders zu empfehlen ist das Spiel, um zur Beruhigung und Ablenkung nach einem stressigen Tag beizutragen. 

Im zusätzlichen Test mit jüngeren Grundschülern stellte sich heraus, dass Origament in dieser Altersstufe (6-10 Jahre) zwar spielbar ist, aber vom Schwierigkeitslevel und Anspruch dennoch herausfordernd für die Kinder. Daher sprechen wir eine Altersempfehlung ab zehn Jahren aus.

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A Webbing Journey

von Louis Lory und Dejan Simonović

Beschreibung: 

„A Webbing Journey“ ist ein dreidimensionales Sandbox Adventure, dass 2025 von Fire Totem Games entwickelt worden ist. Es befindet sich derzeit noch im Early-Access-Modus, was bedeutet, dass noch nicht alle Funktionen verfügbar sind und das Spiel derzeit noch ausgebaut wird. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, sodass es für alle Altersklassen spielbar ist. „A Webbing Journey“ ist auf Steam für derzeit 7,79 Euro erhältlich und auf Deutsch verfügbar. Es kann sowohl mit dem Steamdeck als auch mit einem Kontroller gespielt werden.  

Handlung:  

Silky ist eine kleine Spinne mit einem großen Herzen: Da ihre menschlichen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner mit anderen Dingen beschäftigt sind, beschließt sie kurzerhand, im Haushalt mitzuhelfen und kleine (und große) Aufgaben für sie zu erledigen. Dafür bewegt sie sich durch die verschiedenen Räume eines gemütlichen Einfamilienhauses – von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zum Kinderzimmer. Später ist es auch möglich, draußen unterwegs zu sein. Ob es darum geht, das Geschirr zu spülen, Essen zuzubereiten oder Fliegen einzufangen – Silky ist bereit, alles zu tun, um ihre Lieblingsmenschen zu unterstützen. Wie eine kleine Spinne das schaffen soll? Indem sie ihre Fäden geschickt einsetzt, Netze webt, Dinge miteinander verbindet und von einem Ort zum anderen springt… 

Spielmechanik: 

Die spielbare Spinne kann die verschiedenen Räume auf alle möglichen Arten bekrabbeln und erkunden (sogar über Kopf!). Jedes Objekt kann bewegt, verschoben und auch zerstört werden. Mit den Fäden, die sich in alle möglichen Richtungen schießen lassen und miteinander verbunden werden können, lassen sich komplexe Netze und Brücken bauen, die dann wiederum bei der Erledigung der Aufgaben hilfreich sein können.  

Verschiedene Spinnen-NPCs führen durch die Handlung und helfen bei der Orientierung. Zudem ist es möglich, Silky nach eigenen Vorstellungen in der „Garderobe“ einzukleiden und zu verändern. Hier findet sich noch ein weiteres besonderes Feature: Der Arachnophobie-Modus. Wird er aktiviert, verwandelt sich die Spinne in eine Kugel mit Augen, die Menschen mit Spinnenphobie aufatmen lässt. Ein Detail, das deutlich zeigt, dass das Spiel alle willkommen heißt. Zudem könnte es so eventuell sogar dazu beitragen, die Angst vor Spinnen bei Kindern zu minimieren und ihre Nützlichkeit hervorzuheben.  

Bewertung:

Die Gamecheckerinnen und Gamechecker haben im Rahmen des Game, Make & Learn + Angebots der Computerspielschule Stuttgart „A Webbing Journey“ getestet. Ihr Fazit? Durchweg positiv.  

Das Spiel hat zu vielen positiven Ausrufen während des Gameplays bei den Kindern geführt. Nicht selten gab es ein eben gebautes Netz zu bewundern („Guck mal!“) oder ein Erstaunen auszudrücken („Das macht schon voll Bock, das Game!“).  

Besonders positiv wurde von den Kindern hervorgehoben, dass die Handlungsoptionen des Spiels sehr offen sind. Natürlich ist eine Aufgabenliste vorhanden, die abgearbeitet werden kann, aber nicht muss. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass es die Wahl zwischen zwei Optionen gibt: Im sogenannten Sandbox-Modus steht das freie Erkunden ohne Aufgaben im Vordergrund. Es hat sich deutlich gezeigt, dass das Spiel Kindern auch ohne das Abhaken der To-Do-Liste Spaß genug macht, um eine längere Zeit dranzubleiben. Sie genießen es, zu experimentieren, Netze zu bauen und verschiedene Dinge auszuprobieren. Auch Fragen wie „Was passiert eigentlich, wenn ich die Vase herunterwerfe?“ können den Kindern Freude bereiten. Zudem ist es möglich, sich durch das Probieren verschiedener Möglichkeiten innerhalb des Spiels weiterzuentwickeln, was dem Ganzen auch ohne das Erfüllen der Aufgaben einen Mehrwert verleiht. Außerdem trainiert das Spiel die Frustrationstoleranz der Kinder, da der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben variieren kann („Es kann doch nicht so schwer sein, XY zu machen…“). 

Anmerkung: Die Entwicklerinnen und Entwickler des Spiels merken an, dass es in der finalen Version eine kontinuierliche Story geben wird, die dem Ganzen mehr Struktur verleiht.  

Als möglicher Kritikpunkt ist zu nennen, dass es beim Spieletest teilweise Verwirrungen wegen der Steuerung gab. Manche Tastenkombinationen waren schwer zu merken und benötigten etwas Übung. Hierbei ist unbedingt darauf hinzuweisen, dass es die Möglichkeit gibt, die Steuerung bei Bedarf oder auch dauerhaft am unteren Bildschirmrand einzublenden, was bei kurzzeitigen Irritationen weiterhelfen kann. Das Tutorial ist hier ebenfalls zu empfehlen, da es nicht nur die Steuerung Schritt für Schritt erklärt, sondern auch Silky und ihre kleine Welt kindgerecht einführt.

Außerdem traten teilweise kleine Störungen auf, sogenannte „Bugs“, was bei einer Pre-Version aber durchaus vorkommen kann.  

Ein letzter Punkt bezieht sich noch auf das Sounddesign: Dieses kann, wenn es zu laut eingestellt ist, für sensiblere Kinder teilweise „nervig“ bis „unangenehm“ sein. Besonders die piepsigen Stimmen der Spinnen-NPCs könnten von Kindern als störend empfunden werden, sodass eine leise Anfangslautstärke zu empfehlen ist. In diesem Sinne lohnt es sich auch, einen Blick in die internen Soundeinstellungen des Spiels zu werfen. In diesen ist eine manuelle Ein- und Ausblendung der verschiedenen Tonebenen möglich, sodass jedes Kind diese auf seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann. Sowohl das als auch der Arachnophobie-Modus zeigen, dass sich das Spiel sehr darum bemüht, inklusiv und barrierefrei zu sein.  

Pädagogische Einschätzung und Fazit:  

„A Webbing Journey“ ist ein pädagogisch wertvolles Spiel, das Kinder zum Erkunden, Ausprobieren und Kombinieren einlädt. Es trainiert strategisches Denken, Kombinationsgabe, Problemlösungskompetenz sowie Frustrationstoleranz. Zudem kann es dabei helfen, die Angst vor Spinnen zu lindern und einen anderen Blickwinkel auf die kleinen Tiere zu werfen. Lediglich das Sounddesign und die Steuerung könnten noch einmal überarbeitet werden, was bei einer Pre-Version aber verzeihbar ist.  

Da das Spiel komplexeres Denken erfordert, jedoch nicht überfordernd ist und klare Aufgaben enthält, sprechen wir eine Empfehlung ab 9 Jahren aus. Das Spiel kann bei uns freitags im offenen Angebot „Game, Make and Learn“ ausprobiert werden. Viel Spaß beim Spielen! 


Eine Reise durch das Gewebe – Trailer zur Veröffentlichung im Early Access:

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Packing Life

von Julia Sakretz und Dejan Simonović

Beschreibung:

In „Packing Life“ geht es darum, Pakete richtig zu befüllen, sodass alle vorgegeben Waren eingepackt und verschickt werden können. Um diese scheinbar simple Aufgabe hat das Aroko Game Studio ein motivierendes Puzzle-Spiel gebaut, das im März 2026 veröffentlicht wurde und für unter 10€ zum Beispiel über Steam und auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und richtet sich somit an Spielende aller Altersklassen.

Handlung:

Spielerinnen und Spieler des Spiels erhalten am Anfang eine kurze Einführung in die grundlegenden Spielmechaniken. Man schlüpft in die Rolle von Lilly, einer 19-Jährigen, die gerade in die Stadt gezogen ist und sich vor Beginn ihres Studiums noch etwas Geld dazuverdienen möchte. Zu Beginn trifft sie auf Alex, der ihr am ersten Tag unter die Arme greift und ihr alles Wichtige erklärt. Dieses Gespräch dient gleichzeitig als Tutorial. Außerdem wird direkt angedeutet, dass sich die Handlung des Spiels über einen Zeitraum von etwa einem Monat erstreckt. Anschließend startet das eigentliche Spielgeschehen.

Auch wenn es zwar diese Rahmengeschichte gibt, wird sie sehr unspektakulär und hauptsächlich in Textfeldern dargestellt. Sie ist somit kein wichtiger Aspekt des Spiels und könnte gerade von Kindern und Jugendlichen eher ignoriert werden. Die Motivation und der Spielspaß ergeben sich hier klar über die Spielmechanik.

Spielmechanik:

Das Gameplay ist einfach aufgebaut. Es sind keine Personen zu sehen, da sich alles darauf konzentriert, Pakete möglichst effizient zu verpacken. Dabei stehen zwei verschiedene Kameraperspektiven zur Verfügung, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann: eine Draufsicht sowie eine leicht schräge Seitenansicht.

Von der linken Seite erscheinen nach und nach unterschiedliche Artikel, die in verschieden große Boxen einsortiert werden müssen. Dabei ist ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, denn man muss einschätzen, ob ein Objekt gedreht werden sollte oder ob es sinnvoller ist, die gesamte Kiste entsprechend auszurichten.

Wenn man ein Paket fertig gepackt hat, fühlt sich das “einfach gut” an.

Das Spiel bietet zwei Modi an. Entweder kann man es unter Zeitdruck spielen, sodass man sich beeilen muss und dadurch stärker gefordert ist oder das Zeitlimit weglassen, wodurch man sich ganz entspannt auf das Packen konzentrieren kann.

Bewertung:

Unsere Gamecheckerinnen und Gamechecker haben „Packing Life“ getestet und auch wenn das Spiel auf den ersten Blick nicht besonders spannend aussieht, fesselt es sehr schnell durch seine Spielmechanik, da jedes Paket schnell zu einem dreidimensionalen Puzzlespiel wird. So entstand ein sehr guter Spielfluss.

Die „Geschichte“ zu Beginn wurde dabei als unnötig empfunden und wurde daher von unseren Testerinnen und Testern direkt übersprungen, sodass es unmittelbar ins Tutorial ging. Dieses musste in unserem Fall sogar zweimal gespielt werden, da die Steuerung zunächst schwer verständlich war. Man muss gleichzeitig die Kamera sowie die Objekte drehen und verschieben. Besonders bei der Steuerung über die Tastatur kann das herausfordernd sein, da viele Tasten dicht beieinanderliegen. Dadurch kommt es leicht zu Verwechslungen, was den gesamten Ablauf durcheinanderbringen kann. Ein Objekt ist dann falsch gedreht und man muss entweder umdenken oder es so lange weiterdrehen, bis es wieder in der Ausgangsposition ist.

Vor allem unter Zeitdruck kann das problematisch werden. So steigt die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen, was schnell zu Frustration führen kann. Wer diesen Druck nicht mag, kann hier einfach das Zeitlimit ausstellen und in den Relax-Modus wechseln, was wir auch gerade für den Einstieg empfehlen würden. So kann man die Pakete in seinem eigenen Tempo packen, was für ein angenehm entspanntes Spielgefühl sorgt und durch die Herausforderung, die Waren richtig einzuordnen, trotzdem nicht langweilig wird. Zudem ist es wichtig, seine Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Vergisst man beispielsweise den „Vorsicht-Glas“-Stempel oder füllt das Paket nicht ausreichend mit Papier, wird einem Geld vom Gehalt abgezogen. Das verdeutlicht, dass Sorgfalt gefragt ist – sowohl im Spiel als auch als übertragbare Fähigkeit für den Alltag.

Besonders gefördert wird zudem das räumliche Vorstellungsvermögen. Dieses wird nicht nur vorausgesetzt, sondern im Spielverlauf auch deutlich trainiert. Spielerinnen und Spieler müssen sich genau überlegen, wie Gegenstände in die Box passen und wie sie gedreht oder angeordnet werden müssen. Gleichzeitig wird die Problemlösefähigkeit gestärkt: Passt etwa ein Topf scheinbar nicht mehr in das Paket, beginnt man automatisch, nach Lösungen zu suchen und verschiedene Anordnungen auszuprobieren.

Hinzu kommt, dass die Gegenstände in zufälliger Reihenfolge erscheinen. Dies bedeutet das nicht immer ausschließlich kleine oder große Objekte kommen, sondern jederzeit Gegenstände in verschiedenen Größen auftauchen können. Dadurch bleibt das Gameplay abwechslungsreich und erfordert eine ständige Anpassung an neue Situationen.

Fazit:

Nachdem unsere Gamecheckerinnen und Gamechecker rund 45 Minuten Spielzeit mit Packing Life verbracht haben, sind sie zu folgendem Fazit gekommen: Das Spielgefühl wurde (im Relax-Modus) insgesamt als entspannend und beruhigend wahrgenommen. Die puzzleartige Spielmechanik hat schnell und langfristig motiviert, sodass insgesamt ein guter Spielfluss aufgekommen ist.

Die Spielwelt selbst wurde als eher mittelmäßig bewertet. Sie orientiert sich stark an der Realität und erinnert optisch teilweise mehr an eine Art „Packstation-Simulator“.

Insgesamt wurde der Schwierigkeitsgrad als nahezu passend, tendenziell jedoch eher anspruchsvoll eingeschätzt. Dennoch hat das Spiel unseren Gamecheckerinnen und Gamecheckern viel Spaß gemacht.

Wir würden „Packing Life“ ab einem Alter von etwa 10 Jahren empfehlen, da ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen erforderlich ist. Zudem ist die Steuerung eher anspruchsvoll, auch wenn das Spielkonzept an sich nicht überladen ist und sich auf das wesentliche fokussiert. Wenn Spielerinnen und Spieler die Steuerung erst einmal verinnerlicht haben, entsteht ein befriedigender Spielfluss, der Spaß macht.

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Spilled!

von Dejan Simonović

Beschreibung:

„Spilled!“ ist ein kleines, gemütliches Cozygame, in dem Spielerinnen und Spieler mit einem kleinen Boot Landschaften von Ölteppichen und anderem Müll säubern und somit die Umwelt retten können. Es wurde vom dänischen Gamedesigner Lente Cuenen entwickelt, der selbst auf einem Boot wohnt und das Spiel auch dort programmiert hat.

Es ist ein kurzes Spiel, welches in maximal 90 Minuten durchgespielt ist, aber dafür kostet es je nach Plattform auch nur maximal 6 € und ist auf verschiedenen Geräten (PC, Tablet oder Smartphone) verfügbar. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und lässt sich bedenkenlos auch mit jüngeren Kindern spielen.

Handlung:

In „Spilled!“ steuert man ein kleines rotes Boot, das eines Tages in einer vollkommen verschmutzten Lagune zum Leben erwacht. Das Gewässer ist fast vollständig von einem Ölteppich bedeckt und überall sammeln sich Berge von Abfall und Schmutz. Die Umwelt und die in ihre lebenden Tiere sind eindeutig in Gefahr. Jetzt gilt es die Landschaften wieder sauber zu bekommen und die dort lebenden Tiere zu retten.

Spielmechanik:

Das Boot kann Ölteppiche aufsaugen und verschmutzte Klippen mit einer Wasserkanone reinigen oder damit auch Waldbrände löschen. Zudem kann es Plastikmüll zur Recyclinganlage bringen und mit einem Greifarm Ölfässer bergen. Alle Aktionen werden mit Goldmünzen belohnt, die man dann in Verbesserungen („Upgrades“) stecken kann.

Diese erhöhen die Bootsgeschwindigkeit, die Kapazität des Öltanks oder die Schaufelgröße, wodurch man effektiver größere Mengen an Öl und Müll beseitigen kann. Dieses Upgrade-System kennt man so von vielen anderen Spielen und es ist dadurch schnell verständlich. Es ist eine spieltypische Progressionsmechanik, die zusätzlich motiviert, auch wenn sie nicht viel mit der Realität des Umweltschutzes zu tun hat. Aber „Spilled“ will in diesem Sinne auch keine Wirtschaftssimulation sein, sondern stellt das unbeschwerte Spielen in den Vordergrund.

Dazu gibt es im Spiel auch immer wieder Tiere, die gerettet werden können und kleinere Aufgaben („Quests“), in denen es meist darum geht, jemandem bestimmte Dinge zu bringen.

Durch den isometrischen Blick schräg von oben bleibt das Spiel meist übersichtlich, ist zudem aber auch sehr schön gestaltet. Erst wenn ein Gebiet zu einem großen Teil gesäubert wurde, wird der nächste Bereich geöffnet und man kann die Reise fortsetzten. Alles passiert ohne Zeitdruck und bis auf einen „Endgegner“, den man mit der Wasserkanone treffen muss, gibt es weder Kampfmechaniken noch die Möglichkeit zu verlieren.

Die größte Motivation entsteht durch das Gefühl, die Landschaft wieder gesäubert zu haben, was durch die schöne Gestaltung der Landschaft und der darin lebenden Tiere belohnt wird.

Spilled! - Official Graphics Update Trailer:

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Pädagogische Einschätzung und Fazit:

Unsere zwei Testspieler beim GameCheck empfanden das Spiel als sehr angenehm und beruhigend („Da kann man schön entspannen“). Sie haben das „Saubermachen“ als spaßige Tätigkeit empfunden („Ich höre erst auf, wenn wirklich alles weg ist“) und durchaus erkannt, dass sie hier etwas Gutes tun.

Das Spiel lädt zum handelnden Helfen ein („Oh, die arme Ente!“). Durch das Säubern der Lagune wird Umweltbewusstsein spielerisch erlebbar gemacht. Gleichzeitig fördert das Spiel emotionale Kompetenzen wie Mitleid und Hilfsbereitschaft, weil die Rettung der Tiere im Mittelpunkt steht.

Die Steuerung ist dabei sehr intuitiv und leicht zu erlernen und so kommt man sehr schnell ins Spiel. Besonders hervorzuheben ist zudem der Cozy-Charakter: Das Spiel wirkt nicht stressend, sondern lädt zu ruhigem Spielen ein. Die schöne, harmonische Darstellung sowohl auf der Bild-, als auch auf der Tonebene bestärkt diesen Eindruck.

Dadurch können wir es ruhig für Kinder ab 6 Jahren empfehlen. Zusammen können es Eltern auch mit jüngeren Kindern spielen, da es keine Elemente gibt, die Kinder stressen, verängstigen oder überfordern könnten.

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Die GameChecker testen…

Moving out

Genre: Puzzle, Action | Erscheinungsjahr: 2020 | Entwicklerstudio: DevM Games & SMG Studio | USK: ab 6 Jahren | Plattform: PC, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One 

In diesem knallbunten Indie-Game ist der Name Programm: Umziehen, so lautet die Mission der Spieler*innen in Moving Out. Was in der Realität ein Knochenjob ist, bereitete unseren Testern als Computerspiel enormes Vergnügen.

17.10.2023 | Nick Schindowski

Schon die aufregende Spielwelt hob unsere Jugendredaktion im Test positiv hervor. Nachdem die Spieler*innen eine von vier der komischen Spielfiguren ausgewählt haben, eröffnet sich diese mit einer Karte, die sie mit ihrem Umzugswagen entdecken können. Hierbei ist gegenseitiges Verständnis gefragt, denn alle Spieler*innen steuern den Lastwagen gleichzeitig. Wollen die Spieler*innen ihren nächsten Auftragsort erreichen, müssen sie sich deshalb miteinander absprechen. Kritisch bemerkten die Tester jedoch, dass die Spielkarte viele Barrieren enthält, die erst durch das erfolgreiche Abschließen eines Levels aufgeschlossen werden. Hier hätten sie sich mehr Freiräume gewünscht, denn es hat ihnen Spaß gemacht, mit dem Lastwagen durch die Spielwelt zu fahren. Auf dieser Mechanik hätte das Spiel noch weiter aufbauen können! 

Ist man einmal am Auftragshaus angekommen, beginnt ein hektisches Rennen gegen die Zeit. Gemeinsam müssen die Spieler*innen einen Haushalt auflösen. Dafür gilt es, möglichst schnell Möbel, Küchen- und Elektrogeräte in den Umzugswagen manövrieren. Manche Geräte wie Toaster oder einfache Stühle lassen sich noch allein durch das häusliche Labyrinth zum Wagen tragen. Für sperrige Gegenstände wie Ecksofas, Kühlschränke oder Fernseher mussten sich unserer Tester hingegen zusammentun. Und Achtung galt bei Glastischen oder Fernsehgeräten, denn diese können bei unsachgemäßer Behandlung kaputt gehen. Die Umzugsaction begleitet eine Stoppuhr: Nur wenn die Spieler*innen rechtzeitig fertig werden, also alle Haushaltsgegenstände erfolgreich in ihrem Laster lagern, können sie in der Spielwelt vorankommen. 

Dies erwies sich im Laufe unseres Tests allerdings als sehr schwer. Zwar konnten die GameChecker immer die Bronzemedaille erreichen und haben somit das nächste Level freigeschaltet, doch auch nach einigen Level-Wiederholungen hatte die drei Tester große Schwierigkeiten, sich eine Silber- oder Goldmedaille zu ergattern. Vermutlich hat ihnen dafür eine vierte Mitspieler*in gefehlt. Hier kann jedoch auch ein besonderer Modus aushelfen, in dem die Spieler*innen verschiedene Optionen haben. 

Dagegen streichen die GameChecker besonders die simple Steuerung heraus, die man auch gleich zu Beginn durch ein einfaches Tutorial erlernen kann. Die Figuren können die Gegenstände greifen oder gleich ganz aus dem Fenster hinauswerfen. Zugleich können sie aber auch durch das Level hüpfen, oder sich eben zusammentun, um einen schweren Gegenstand zu tragen. Diese vielfältigen Handlungsmöglichkeiten geben dem Gameplay eine überraschende Tiefe – trotz sehr simpler Eingaben. 

Ein Spiel über das Umziehen: Das fanden die GameChecker eine ganz schön mutige und innovative Idee. Moving Out beweist für sie, dass ein Computerspiel auch ohne große Heldenepen funktioniert. Solange Atmosphäre und Spielmechaniken so ausgefeilt ineinandergreifen, kann auch ein Knochenjob wie der Umzug großen Spaß bereiten. Moving Out empfehlen die GameChecker daher für alle Spieler*innen ab 6 Jahren, die sich für zugängliche lokale Multiplayer begeistern. 

Nachtrag d. Red.: Im August 2023 erschien ein zweiter Teil. 

Trailer zu Moving Out und Moving Out 2

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Die GameChecker empfehlen…

The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom

Genre: Rollenspiel, Action, Adventure | Entwicklerstudio: Nintendo |  
Erscheinungsjahr: 2023 | USK: ab 12 Jahren | Plattform: Nintendo Switch

Die The Legend of Zelda -Reihe ist sagenumwoben. Jede*r Gamer*in und alle Eltern kennen das Spiel - Zelda ist von jüngeren und älteren Menschen geliebt.

29.09.2023 | Demu

Das neuste Spiel der Reihe Tears of The Kingdom hat nicht enttäuscht: Es sind in den ersten Tagen 10 Millionen Kopien verkauft worden, was es zum meistverkauften Spiel in der Nintendo-Reihe macht. Das setzt sogar den Vorgänger Breath oft the Wild in den Schatten, der ein absoluter Klassiker ist.

In The Legend of Zelda: Tears of The Kingdom (kurz: TOTK) folgst du Link auf seinem bis jetzt gefährlichstes Abenteuer, um das Königreich Hyrule zu retten. Nachdem der Dämonenkönig Ganon erneut erwacht ist und Inseln am Himmel erschienen sind, muss Link dieses Mal neue Verbündete machen, um die Welt zu retten.

Was ich an TOTK besonders mag, ist die neue Fähigkeit „Ultra Hand“. Die benutze ich oft, um meine eigene Kreation zu erstellen, um Gegner und Puzzle zu meistern.

Was mir nicht so gefällt, sind die Fähigkeiten, die man nach Vollendung der Dungeon kriegt, da sie sehr anstrengend zum Aktivieren sind. Das war im Vorgänger viel besser umgesetzt.

Wenn du Lust an Abenteuer und Action hast und einfach in eine andere Welt eintauchen möchtest, ist Legend of Zelda: Tears oft the Kingdom genau das richtige für dich!

OFFIZIELLER TRAILER ZU LEGEND OF ZELDA

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Die GameChecker testen…

Team Sonic Racing

Genre: Fun-Racer, Action | Entwicklerstudio: Sumo Digital |  Erscheinungsjahr: 2019 | 
USK: ab 0 Jahren | Plattform: Playstation 4 & 5, Nintendo Switch, Xbox One & Series X, Windows, iOS, macOS

21.09.2023 | Nick Schindowski

Team Sonic Racing ist ein Fun-Racer des berühmten Spieleherstellers Sega. Das lebhafte Rennspiel erschien 2019 für alle gängigen Spieleplattformen und greift einmal mehr das Universum um den wohl berühmtesten Igel der Welt auf. Parallelen zum Gaming-Hit Mario Kart sind nicht zu übersehen. Doch kann Sonic mit dem italienischen Klempner Schritt halten?

In diesem Monat haben die GameChecker TSR gespielt und gemeinsam bewertet. Neben Sonic selbst kann man mit allen bekannten Figuren aus dem Universum fahren. Besonders heben die GameChecker die bunte und ausgelassene Atmosphäre des Fun-Racers hervor. Die 3D-Welt im Cartoon-Style ist voller spannender Details und kann gerade auf der Playstation 5 mit einer sehr klaren Grafik punkten. Das Ziel ist es, die Rennen zu gewinnen, wobei das Game eigene Wege geht: Team Sonic Racing sticht vor allem durch seinen Teammodus hervor. Hier gewinnt das Team, das am Ende die meisten Punkte hat. Es ist dabei nur zweitrangig, wer tatsächlich am Ende auf dem ersten Platz gelandet ist.

Um TSR im Team zu spielen, bietet das Game nicht nur einen Online-Modus, sondern genauso einen Splitscreen-Modus. Bis zu vier Spieler*innen können gleichzeitig auf der Piste stehen, egal ob mit- oder gegeneinander. Anders als Mario Kart verfügt TSR außerdem über einen Storymodus, der auch zu dritt gespielt werden kann und in dem besondere Herausforderungen auf das Team warten. Das Teamspiel ist mehr als nur ein Zusatz: Fahren die Spieler*innen für längere Zeit im Windschatten ihrer Teammitglieder, erhalten sie einen Boost. Während einem Rennen können die Spieler*innen außerdem ihre Items miteinander tauschen, die sie nach dem bekannten Konzept von Mario Kart von der Strecke aufsammeln. Diese Ideen fanden die GameChecker super, bemängelten jedoch, dass beide Spielmechaniken schwer steuerbar sind. Der Windschatten der Teammitglieder ist nur sehr klein, und es ist deshalb eine echte Herausforderung, dem goldenen Streifen zu folgen. Auch das Tauschen der Items ist nicht sehr intuitiv.

Im Großen und Ganzen ist Team Sonic Racing anfangs relativ schwer zu überblicken. Zwar ist die Steuerung vergleichbar mit anderen Fun-Racer, doch die Spielemechaniken sind sehr besonders und müssen erst verstanden werden. Wer direkt in den Storymodus startet, hat es hier leichter. Dort beginnen die Rennen in vereinfachter Form und die unterschiedlichen Rennmodi werden vorgestellt.

Die ausgelassene Atmosphäre, ein abwechslungsreiches Streckendesign und die guten Grafiken gehören für die GameChecker zu den Stärken von Team Sonic Racing. Doch gibt es in Sachen Ausgelassenheit ein Zuviel des Guten, denn die lockere Menümusik fanden die Tester schnell nervtötend.

FAZIT: Mit seinem besonderen Fokus auf Teamplay hebt sich Team Sonic Racing von Mario Kart ab, kann dem Nintendo-Klassiker jedoch nicht ganz das Wasser reichen. Die Teamplay-Mechaniken sind zwar eine hervorragende Idee, jedoch verhaspelt sich TSR in deren Umsetzung. Der Fun-Racer aus dem Mario-Universum schien den Gamecheckern sowohl in Sachen Atmosphäre als auch bezogen auf die Spielmechaniken deutlich besser ausbalanciert.

Trotzdem würden die Gamechecker Team Sonic Racing allen Interessierten empfehlen. Für alle Spieler*innen ab sechs Jahren könnte das Sonic-Rennspiel eine willkommene Spielfreude sein.

OFFIZIELLER TRAILER ZU TEAM SONIC RACING

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