PUZZLING PLACES

von Louis Lory & Dejan Simonović

Hard Facts: 

Puzzle-Freunde aufgepasst! „Puzzling Places – 3D Jigsaw Sim“ ist, wie der Name schon sagt, ein dreidimensionales Puzzle-Simulator-Game – und zwar eines, das sich sehen lassen kann. Am 9. April 2026 erschienen und von Realities.io Inc entwickelt, ist es nun unter anderem auf Steam für 7,99 Euro erhältlich. Eine Demo-Version ist zudem kostenlos spielbar. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und somit für alle Altersklassen zugänglich. Das Indie-Game ist sowohl in einer PC-Version mit Kontroller als auch in einer Virtual-Reality-Version verfügbar, die mit einem klassischen VR-Headset gespielt werden kann. 

Beschreibung: 

In „Puzzling Places“ werden den Spielerinnen und Spielern verschiedene dreidimensionale Modelle von fotorealistischen Orten und Gebäuden (basierend auf echten Schauplätzen) vorgelegt, die in verschiedene dreidimensionale „Bruchstücke“ zerteilt sind – hier ein Stück Wiese, da ein Teil einer verwitterten Schlossmauer. Daraus ergibt sich dann eine Art dreidimensionales Puzzle, bei dem viel gedreht und ausprobiert werden muss, bis klar ist, welches Teil an welche Stelle gesetzt werden muss, damit am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht. So setzen sich nach und nach die verschiedensten Welten mit faszinierenden Details und lebendigen Figuren zusammen: Ein tobendes Fußballstadion. Ein märchenhaftes Schloss. Oder auch eine schaurig-schöne Halloween-Party.  

Das Spiel kann als Cozy Game verstanden werden, da es zur Beruhigung und Ablenkung angewendet werden kann. Gleichzeitig fördert es aber auch die Konzentration und das dreidimensionale Denkvermögen der Spielerinnen und Spieler.

Features: 

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Das Spiel verfügt über eine Auswahl verschiedener Level beziehungsweise Orte, die unabhängig voneinander gespielt werden können und nicht aufeinander aufbauen. Ebenso ist das Puzzeln nicht durch ein Zeitlimit begrenzt und verfügt auch nicht über einen klassischen Spielstand (abgesehen davon, dass es die schon gespielten Orte als „Geschafft!“ markiert). 

Grundsätzlich ist „Puzzling Places“ in zwei unterschiedlichen Spielmodi verfügbar, zwischen denen bei jedem neuen Ort gewählt werden kann: Der Classic Mode und der Journey Mode. Im Classic Mode stehen den Spielerinnen und Spielern Hilfsbilder zur Verfügung, die das zu bauende Gebäude in seinem Endstadium zeigen. Ansonsten gibt es keine Anhaltspunkte - alle Teile sind gleichzeitig verfügbar.

Im Journey Mode gibt es hingegen etwas mehr Unterstützung – es werden jeweils fünf neue Teile angezeigt, die passend eingesetzt werden müssen, bevor weitere fünf erscheinen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist darüber hinaus noch ein Tutorial vorhanden, das allerdings (vor allem in der VR-Version) leicht „versteckt“ ist. 

Ein weiterer Faktor, der den Schwierigkeitsgrad entscheidend beeinflussen kann, ist die Anzahl der Teile, die ebenfalls manuell eingestellt werden kann. Jedes Puzzle kann zwischen 20 und 400 Teilen enthalten. Zudem sind Lautstärke und sogar die Farben des Spiels individuell justierbar. Diese und weitere Rahmenbedingungen zeigen deutlich, dass den Spieleentwicklerinnen und Spieleentwicklern Barrierefreiheit wichtig ist. 

Es ist anzumerken, dass sich die Features und Fähigkeiten bei der VR- und der PC-Version jeweils ein bisschen unterscheiden. Beispielsweise gibt es das Spiel auch in einer Mehrspieler-Variante; allerdings nur in der VR-Version. 

Bewertung durch unsere Gamechecker: 

Puzzling Places wurde im Gamecheck von unseren Spieletesterinnen und Spieletestern getestet.Das Tester-Team für dieses Spiel bestand aus zwei Jungs im Alter von 9-11 Jahren.Die Gamechecker waren von „Puzzling Places“ rundherum begeistert. Das Spiel wurde von ihnen als „entspannt“ und „sicher“, teilweise aber auch als „fröhlich“ und „aufregend“ empfunden. Als besonders positiv haben sie die detailreichen Animationen und Effekte hervorgehoben. Auch die „Figuren“ innerhalb der Maps haben bei ihnen immer wieder für freudige Ausrufe gesorgt und sie stark beeindruckt: Beispielsweise gab es die „süße Katze“, die neben einem Haus auf der Wiese beim Puzzeln plötzlich aufgetaucht ist oder das Fußballfeld, das ab einem gewissen Punkt tatsächlich von agierenden Mannschaften bespielt wird. Darüber hinaus haben sie der Spielwelt, der Steuerung und dem Spaßfaktor die volle Punktzahl gegeben und den Schwierigkeitsgrad als genau richtig eingestuft. 

Die anfänglichen Schwierigkeiten, die sich vor allem bei der VR-Version gezeigt haben („Was muss man machen?“) haben sich schnell in fokussierte Konzentration verwandelt, nachdem das etwas versteckte Tutorial gefunden worden ist. Die Kinder haben sich während des Spielens ruhig verhalten und keine heftigen Reaktionen gezeigt. Tatsächlich haben sie über eine Stunde lang durchgespielt, ohne von Langeweile zu sprechen oder abgelenkt zu werden.  

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die PC-Version im Gameplay etwas leichter begreiflich als die VR-Version ist, bei welcher etwas mehr Hilfe am Anfang nötig werden kann (vor allem beim Finden des Tutorials und des Menüs). Zudem sind manche der Puzzles nur in der PC-Variante verfügbar. Ein weiterer Unterschied zwischen den Versionen ist, dass in VR die einzelnen Teile drehbar sind und somit ein flexibleres Probieren möglich wird, während in der PC-Version jeweils die Teile schon „passend hingedreht“ sind. Hier muss jede und jeder selbst entscheiden, je nachdem, was präferiert wird. Am Ende erfreuten sich in unserem GameCheck aber beide Versionen großer Beliebtheit.  

Fazit:  

„Puzzling Places – 3D Jigsaw Sim“ ist ein entspanntes, spaßiges Puzzle-Spiel, das Konzentrationsfähigkeit und räumliches Denken fördert. Es ist für alle Altersklassen zugänglich und somit auch als Spiel für die ganze Familie geeignet. Da die VR-Version im Vergleich etwas anspruchsvoller ist, empfehlen wir für den Anfang die PC-Version inklusive Journey Mode und Tutorial. Zudem sprechen wir eine Altersempfehlung ab 7 Jahren für den Journey Mode aus, wobei der anspruchsvollere Classic Mode auch für Erwachsene geeignet ist – ein Spiel für die ganze Familie. Das Spiel kann bei uns in der ComputerSpielSchule während des offenen Angebots „Game, Make & Learn“ jeden Freitag in beiden Versionen ausprobiert werden.  

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ORIGAMENT

von Louis Lory & Dejan Simonović

Hard Facts: 

Origament: A Paper Adventure ist ein Geschicklichkeitsspiel, das am 7. April 2026 erschienen ist. Es wurde von Space Sauce Studio entwickelt und von Beverlor und Assemble Entertainment herausgegeben. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Es richtet sich auch an Gelegenheitsspielerinnen und -spieler und ist für den PC z.B. auf Steam für ca. 15 Euro erhältlich. Zum Testen kann jedoch zunächst auch in eine kostenlose Demo-Version gespielt werden. Das Spiel ist in deutscher Sprache verfügbar und kann sowohl mit Tastatur und Maus als auch mit einem Controller gespielt werden. Die Spielzeit beträgt etwa zwei bis drei Stunden.  

Beschreibung: 

Origament beginnt mit einem liebe- und fantasievollen Jungen, der an seinem Schreibtisch sitzt und einen wichtigen Brief schreibt. In der Spielbeschreibung ist vom „Archiv der Erinnerungen – einem Ort voller verblassender Gedanken, ungeschickter Worte und Briefe, die niemals gelesen wurden“ die Rede.

Der Inhalt und der gewünschte Empfänger des Briefes werden zwar im Dunkeln gelassen, doch es wird deutlich, dass die Botschaft unbedingt bei ihrem Ziel ankommen muss. Damit dies auch gelingen kann, wird der Brief kurzerhand von einem Funken Fantasie zum Leben erweckt, sodass er sich von nun an selbst auf die Reise begeben kann. So schwimmt, fliegt, rollt und segelt er durch die unterschiedlichsten Orte, erfüllt Missionen und löst kleine Rätsel. Auf seinem Weg wird er von einer geheimnisvollen Katze begleitet, die ihm immer wieder erscheint und hilfreiche Tipps und Anregungen gibt.  

Features: 

Die Spielenden schlüpfen in die Rolle des Briefes, der durch verschiedene Parcours und Welten bugsiert werden muss. Dabei sind stets vier verschiedene Modi beziehungsweise Formen anwählbar, in die sich der Brief verwandeln kann und zwischen denen unbegrenzt hin- und hergewechselt werden kann: An Land lässt sich der Brief am besten als zusammengeknüllter Ball fortbewegen. Geht es über eine tiefe Schlucht, kann in den Papierflieger-Modus gewechselt werden. Das Segelboot eignet sich für die Fortbewegung auf dem Wasser, die gerade am Anfang des Spiels häufig benötigt wird. Zu guter Letzt gibt es noch den Wurfstern, der eine schnelle Drehung ausführt, um potenzielle Gegner in die Flucht zu schlagen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. 

Official Gameplay Trailer:

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Die Katze, die den Spielenden immer wieder erscheint, dient als eine Art Mentor, der zur rechten Zeit den Weg weist oder auf etwas aufmerksam macht. Ebenso finden sich auf dem Weg auch immer wieder versteckte Hinweise in Form einer Flaschenpost. Die Textmenge der Flaschenpost wird in beiden Fällen recht kurzgehalten, sodass auch jüngere Spielerinnen und Spieler gut mitkommen und es nicht abschreckt. Die Geschicklichkeitspassagen sind in der Regel einfach zu bewältigen; die zu bewältigenden Routen mehr oder weniger linear. Trotzdem existiert die Möglichkeit zu „sterben“, wenn ein gewisses rotes Gras berührt wird. In einem solchen Fall wird man leicht zurückgesetzt und kann ohne Strafe nochmal probieren. 

Die Spielenden können zwischen verschiedenen Welten beziehungsweise Leveln hin und herwechseln. Dazu finden sie sich in einer Art Menü in Form eines runden Warteraums wieder, in dem die verschiedenen Level hinter gerahmten Spiegeln versteckt sind. Zudem existiert dort ein Laden, in dem die im Spiel eingesammelten Münzen gegen neue Fähigkeiten und Kostüme (Skins) eingetauscht werden können. Ingame-Käufe gegen (zusätzliches) Echtgeld gibt es jedoch nicht.

Bewertung (durch unsere Gamechecker): 

Origament wurde von unseren Gamecheckern getestet. Unser Tester-Team für dieses Spiel bestand aus zwei Jungs im Alter von 9-11 Jahren. Origament hat unseren Gamecheckern großen Spaß gemacht. Sie haben das Spiel schnell und intuitiv begriffen, sodass es ihnen schon nach kurzem gelungen ist, vollständig in die Spielwelt einzutauchen. Bis zu 45 Minuten blieben sie am Stück dran, ohne sich zu langweilen. Manchmal gab es kurze Irritationen im Gameplay, zum Beispiel wenn es an einer unübersichtlichen Stelle nicht weiterging, aber Probleme dieser Art waren meist nach wenigen Sekunden wieder gelöst und können als natürlicher Teil des Gameflows betrachtet werden. Das zeigt sich auch daran, dass die Gamechecker den Schwierigkeitsgrad des Spiels als (knapp über) „genau richtig“ eingestuft haben. Als besonders schwer wurden die Abschnitte beschrieben, in denen man von Fels zu Fels springen musste, wobei manche von ihnen in sich zusammenfallen, wenn der Brief zu lange auf ihnen verharrt. Eine Herausforderung, die die Spieletester gerne angenommen – und gemeistert haben. 

Besonders gefallen hat den Gamecheckern die Spielwelt, die durch ihre detailreiche Plastizität und ihre abwechslungsreichen Maps überzeugt. Die Hauptfigur besticht durch ihre wandelbare Form, die den Kindern imponiert hat. Besonders „der Wurfstern war geil“ und hat für viel Begeisterung gesorgt, wenn er in den richtigen Momenten eingesetzt werden konnte. Die Ausgangssituation, ein Blatt Papier zu spielen, das auch tatsächlich wie eines aussieht, sorgt also dank der liebevollen Gestaltung des Spiels für weniger Irritationen, als vielleicht angenommen werden könnte.  

Was die Steuerung angeht, hätten sich die Gamechecker mehr Kontrollmöglichkeiten gewünscht. In den verschiedenen Modi ist es zwar möglich, sich fortzubewegen und (je nachdem) auch zu springen, aber eine genauere Steuerung ist nicht möglich. „Du kannst nicht steuern, ob du höher fliegst oder nicht.“ 

Der andere große Kritikpunkt bezieht sich auf die Vorgaben des Spiels: Diese hätten laut den Gamecheckern genauer sein können. Oft wussten sie nicht, was das eigentliche Ziel eines Levels ist oder wo es genau entlang oder weitergehen soll. „Ich fände es cool, wenn es eine etwas genauere Anweisung gäbe.“ 

Fazit:  

Origament: A Paper Adventure ist ein kleines, aber feines Cozy Game, das den Gamecheckern eine rundum gute Zeit beschert hat. Die liebevolle Gestaltung der Spielwelt und die Wandelbarkeit des Briefes sorgen für ein außergewöhnliches Spielerlebnis. Einzig die unzureichenden Vorgaben und die teilweise noch unvollkommene Steuerung haben den Kindern in unserem Spieletest nicht gefallen. Besonders zu empfehlen ist das Spiel, um zur Beruhigung und Ablenkung nach einem stressigen Tag beizutragen. 

Im zusätzlichen Test mit jüngeren Grundschülern stellte sich heraus, dass Origament in dieser Altersstufe (6-10 Jahre) zwar spielbar ist, aber vom Schwierigkeitslevel und Anspruch dennoch herausfordernd für die Kinder. Daher sprechen wir eine Altersempfehlung ab zehn Jahren aus.

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A Webbing Journey

von Louis Lory und Dejan Simonović

Beschreibung: 

„A Webbing Journey“ ist ein dreidimensionales Sandbox Adventure, dass 2025 von Fire Totem Games entwickelt worden ist. Es befindet sich derzeit noch im Early-Access-Modus, was bedeutet, dass noch nicht alle Funktionen verfügbar sind und das Spiel derzeit noch ausgebaut wird. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, sodass es für alle Altersklassen spielbar ist. „A Webbing Journey“ ist auf Steam für derzeit 7,79 Euro erhältlich und auf Deutsch verfügbar. Es kann sowohl mit dem Steamdeck als auch mit einem Kontroller gespielt werden.  

Handlung:  

Silky ist eine kleine Spinne mit einem großen Herzen: Da ihre menschlichen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner mit anderen Dingen beschäftigt sind, beschließt sie kurzerhand, im Haushalt mitzuhelfen und kleine (und große) Aufgaben für sie zu erledigen. Dafür bewegt sie sich durch die verschiedenen Räume eines gemütlichen Einfamilienhauses – von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zum Kinderzimmer. Später ist es auch möglich, draußen unterwegs zu sein. Ob es darum geht, das Geschirr zu spülen, Essen zuzubereiten oder Fliegen einzufangen – Silky ist bereit, alles zu tun, um ihre Lieblingsmenschen zu unterstützen. Wie eine kleine Spinne das schaffen soll? Indem sie ihre Fäden geschickt einsetzt, Netze webt, Dinge miteinander verbindet und von einem Ort zum anderen springt… 

Spielmechanik: 

Die spielbare Spinne kann die verschiedenen Räume auf alle möglichen Arten bekrabbeln und erkunden (sogar über Kopf!). Jedes Objekt kann bewegt, verschoben und auch zerstört werden. Mit den Fäden, die sich in alle möglichen Richtungen schießen lassen und miteinander verbunden werden können, lassen sich komplexe Netze und Brücken bauen, die dann wiederum bei der Erledigung der Aufgaben hilfreich sein können.  

Verschiedene Spinnen-NPCs führen durch die Handlung und helfen bei der Orientierung. Zudem ist es möglich, Silky nach eigenen Vorstellungen in der „Garderobe“ einzukleiden und zu verändern. Hier findet sich noch ein weiteres besonderes Feature: Der Arachnophobie-Modus. Wird er aktiviert, verwandelt sich die Spinne in eine Kugel mit Augen, die Menschen mit Spinnenphobie aufatmen lässt. Ein Detail, das deutlich zeigt, dass das Spiel alle willkommen heißt. Zudem könnte es so eventuell sogar dazu beitragen, die Angst vor Spinnen bei Kindern zu minimieren und ihre Nützlichkeit hervorzuheben.  

Bewertung:

Die Gamecheckerinnen und Gamechecker haben im Rahmen des Game, Make & Learn + Angebots der Computerspielschule Stuttgart „A Webbing Journey“ getestet. Ihr Fazit? Durchweg positiv.  

Das Spiel hat zu vielen positiven Ausrufen während des Gameplays bei den Kindern geführt. Nicht selten gab es ein eben gebautes Netz zu bewundern („Guck mal!“) oder ein Erstaunen auszudrücken („Das macht schon voll Bock, das Game!“).  

Besonders positiv wurde von den Kindern hervorgehoben, dass die Handlungsoptionen des Spiels sehr offen sind. Natürlich ist eine Aufgabenliste vorhanden, die abgearbeitet werden kann, aber nicht muss. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass es die Wahl zwischen zwei Optionen gibt: Im sogenannten Sandbox-Modus steht das freie Erkunden ohne Aufgaben im Vordergrund. Es hat sich deutlich gezeigt, dass das Spiel Kindern auch ohne das Abhaken der To-Do-Liste Spaß genug macht, um eine längere Zeit dranzubleiben. Sie genießen es, zu experimentieren, Netze zu bauen und verschiedene Dinge auszuprobieren. Auch Fragen wie „Was passiert eigentlich, wenn ich die Vase herunterwerfe?“ können den Kindern Freude bereiten. Zudem ist es möglich, sich durch das Probieren verschiedener Möglichkeiten innerhalb des Spiels weiterzuentwickeln, was dem Ganzen auch ohne das Erfüllen der Aufgaben einen Mehrwert verleiht. Außerdem trainiert das Spiel die Frustrationstoleranz der Kinder, da der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben variieren kann („Es kann doch nicht so schwer sein, XY zu machen…“). 

Anmerkung: Die Entwicklerinnen und Entwickler des Spiels merken an, dass es in der finalen Version eine kontinuierliche Story geben wird, die dem Ganzen mehr Struktur verleiht.  

Als möglicher Kritikpunkt ist zu nennen, dass es beim Spieletest teilweise Verwirrungen wegen der Steuerung gab. Manche Tastenkombinationen waren schwer zu merken und benötigten etwas Übung. Hierbei ist unbedingt darauf hinzuweisen, dass es die Möglichkeit gibt, die Steuerung bei Bedarf oder auch dauerhaft am unteren Bildschirmrand einzublenden, was bei kurzzeitigen Irritationen weiterhelfen kann. Das Tutorial ist hier ebenfalls zu empfehlen, da es nicht nur die Steuerung Schritt für Schritt erklärt, sondern auch Silky und ihre kleine Welt kindgerecht einführt.

Außerdem traten teilweise kleine Störungen auf, sogenannte „Bugs“, was bei einer Pre-Version aber durchaus vorkommen kann.  

Ein letzter Punkt bezieht sich noch auf das Sounddesign: Dieses kann, wenn es zu laut eingestellt ist, für sensiblere Kinder teilweise „nervig“ bis „unangenehm“ sein. Besonders die piepsigen Stimmen der Spinnen-NPCs könnten von Kindern als störend empfunden werden, sodass eine leise Anfangslautstärke zu empfehlen ist. In diesem Sinne lohnt es sich auch, einen Blick in die internen Soundeinstellungen des Spiels zu werfen. In diesen ist eine manuelle Ein- und Ausblendung der verschiedenen Tonebenen möglich, sodass jedes Kind diese auf seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann. Sowohl das als auch der Arachnophobie-Modus zeigen, dass sich das Spiel sehr darum bemüht, inklusiv und barrierefrei zu sein.  

Pädagogische Einschätzung und Fazit:  

„A Webbing Journey“ ist ein pädagogisch wertvolles Spiel, das Kinder zum Erkunden, Ausprobieren und Kombinieren einlädt. Es trainiert strategisches Denken, Kombinationsgabe, Problemlösungskompetenz sowie Frustrationstoleranz. Zudem kann es dabei helfen, die Angst vor Spinnen zu lindern und einen anderen Blickwinkel auf die kleinen Tiere zu werfen. Lediglich das Sounddesign und die Steuerung könnten noch einmal überarbeitet werden, was bei einer Pre-Version aber verzeihbar ist.  

Da das Spiel komplexeres Denken erfordert, jedoch nicht überfordernd ist und klare Aufgaben enthält, sprechen wir eine Empfehlung ab 9 Jahren aus. Das Spiel kann bei uns freitags im offenen Angebot „Game, Make and Learn“ ausprobiert werden. Viel Spaß beim Spielen! 


Eine Reise durch das Gewebe – Trailer zur Veröffentlichung im Early Access:

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Packing Life

von Julia Sakretz und Dejan Simonović

Beschreibung:

In „Packing Life“ geht es darum, Pakete richtig zu befüllen, sodass alle vorgegeben Waren eingepackt und verschickt werden können. Um diese scheinbar simple Aufgabe hat das Aroko Game Studio ein motivierendes Puzzle-Spiel gebaut, das im März 2026 veröffentlicht wurde und für unter 10€ zum Beispiel über Steam und auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und richtet sich somit an Spielende aller Altersklassen.

Handlung:

Spielerinnen und Spieler des Spiels erhalten am Anfang eine kurze Einführung in die grundlegenden Spielmechaniken. Man schlüpft in die Rolle von Lilly, einer 19-Jährigen, die gerade in die Stadt gezogen ist und sich vor Beginn ihres Studiums noch etwas Geld dazuverdienen möchte. Zu Beginn trifft sie auf Alex, der ihr am ersten Tag unter die Arme greift und ihr alles Wichtige erklärt. Dieses Gespräch dient gleichzeitig als Tutorial. Außerdem wird direkt angedeutet, dass sich die Handlung des Spiels über einen Zeitraum von etwa einem Monat erstreckt. Anschließend startet das eigentliche Spielgeschehen.

Auch wenn es zwar diese Rahmengeschichte gibt, wird sie sehr unspektakulär und hauptsächlich in Textfeldern dargestellt. Sie ist somit kein wichtiger Aspekt des Spiels und könnte gerade von Kindern und Jugendlichen eher ignoriert werden. Die Motivation und der Spielspaß ergeben sich hier klar über die Spielmechanik.

Spielmechanik:

Das Gameplay ist einfach aufgebaut. Es sind keine Personen zu sehen, da sich alles darauf konzentriert, Pakete möglichst effizient zu verpacken. Dabei stehen zwei verschiedene Kameraperspektiven zur Verfügung, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann: eine Draufsicht sowie eine leicht schräge Seitenansicht.

Von der linken Seite erscheinen nach und nach unterschiedliche Artikel, die in verschieden große Boxen einsortiert werden müssen. Dabei ist ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, denn man muss einschätzen, ob ein Objekt gedreht werden sollte oder ob es sinnvoller ist, die gesamte Kiste entsprechend auszurichten.

Wenn man ein Paket fertig gepackt hat, fühlt sich das “einfach gut” an.

Das Spiel bietet zwei Modi an. Entweder kann man es unter Zeitdruck spielen, sodass man sich beeilen muss und dadurch stärker gefordert ist oder das Zeitlimit weglassen, wodurch man sich ganz entspannt auf das Packen konzentrieren kann.

Bewertung:

Unsere Gamecheckerinnen und Gamechecker haben „Packing Life“ getestet und auch wenn das Spiel auf den ersten Blick nicht besonders spannend aussieht, fesselt es sehr schnell durch seine Spielmechanik, da jedes Paket schnell zu einem dreidimensionalen Puzzlespiel wird. So entstand ein sehr guter Spielfluss.

Die „Geschichte“ zu Beginn wurde dabei als unnötig empfunden und wurde daher von unseren Testerinnen und Testern direkt übersprungen, sodass es unmittelbar ins Tutorial ging. Dieses musste in unserem Fall sogar zweimal gespielt werden, da die Steuerung zunächst schwer verständlich war. Man muss gleichzeitig die Kamera sowie die Objekte drehen und verschieben. Besonders bei der Steuerung über die Tastatur kann das herausfordernd sein, da viele Tasten dicht beieinanderliegen. Dadurch kommt es leicht zu Verwechslungen, was den gesamten Ablauf durcheinanderbringen kann. Ein Objekt ist dann falsch gedreht und man muss entweder umdenken oder es so lange weiterdrehen, bis es wieder in der Ausgangsposition ist.

Vor allem unter Zeitdruck kann das problematisch werden. So steigt die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen, was schnell zu Frustration führen kann. Wer diesen Druck nicht mag, kann hier einfach das Zeitlimit ausstellen und in den Relax-Modus wechseln, was wir auch gerade für den Einstieg empfehlen würden. So kann man die Pakete in seinem eigenen Tempo packen, was für ein angenehm entspanntes Spielgefühl sorgt und durch die Herausforderung, die Waren richtig einzuordnen, trotzdem nicht langweilig wird. Zudem ist es wichtig, seine Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Vergisst man beispielsweise den „Vorsicht-Glas“-Stempel oder füllt das Paket nicht ausreichend mit Papier, wird einem Geld vom Gehalt abgezogen. Das verdeutlicht, dass Sorgfalt gefragt ist – sowohl im Spiel als auch als übertragbare Fähigkeit für den Alltag.

Besonders gefördert wird zudem das räumliche Vorstellungsvermögen. Dieses wird nicht nur vorausgesetzt, sondern im Spielverlauf auch deutlich trainiert. Spielerinnen und Spieler müssen sich genau überlegen, wie Gegenstände in die Box passen und wie sie gedreht oder angeordnet werden müssen. Gleichzeitig wird die Problemlösefähigkeit gestärkt: Passt etwa ein Topf scheinbar nicht mehr in das Paket, beginnt man automatisch, nach Lösungen zu suchen und verschiedene Anordnungen auszuprobieren.

Hinzu kommt, dass die Gegenstände in zufälliger Reihenfolge erscheinen. Dies bedeutet das nicht immer ausschließlich kleine oder große Objekte kommen, sondern jederzeit Gegenstände in verschiedenen Größen auftauchen können. Dadurch bleibt das Gameplay abwechslungsreich und erfordert eine ständige Anpassung an neue Situationen.

Fazit:

Nachdem unsere Gamecheckerinnen und Gamechecker rund 45 Minuten Spielzeit mit Packing Life verbracht haben, sind sie zu folgendem Fazit gekommen: Das Spielgefühl wurde (im Relax-Modus) insgesamt als entspannend und beruhigend wahrgenommen. Die puzzleartige Spielmechanik hat schnell und langfristig motiviert, sodass insgesamt ein guter Spielfluss aufgekommen ist.

Die Spielwelt selbst wurde als eher mittelmäßig bewertet. Sie orientiert sich stark an der Realität und erinnert optisch teilweise mehr an eine Art „Packstation-Simulator“.

Insgesamt wurde der Schwierigkeitsgrad als nahezu passend, tendenziell jedoch eher anspruchsvoll eingeschätzt. Dennoch hat das Spiel unseren Gamecheckerinnen und Gamecheckern viel Spaß gemacht.

Wir würden „Packing Life“ ab einem Alter von etwa 10 Jahren empfehlen, da ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen erforderlich ist. Zudem ist die Steuerung eher anspruchsvoll, auch wenn das Spielkonzept an sich nicht überladen ist und sich auf das wesentliche fokussiert. Wenn Spielerinnen und Spieler die Steuerung erst einmal verinnerlicht haben, entsteht ein befriedigender Spielfluss, der Spaß macht.

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Spilled!

von Dejan Simonović

Beschreibung:

„Spilled!“ ist ein kleines, gemütliches Cozygame, in dem Spielerinnen und Spieler mit einem kleinen Boot Landschaften von Ölteppichen und anderem Müll säubern und somit die Umwelt retten können. Es wurde vom dänischen Gamedesigner Lente Cuenen entwickelt, der selbst auf einem Boot wohnt und das Spiel auch dort programmiert hat.

Es ist ein kurzes Spiel, welches in maximal 90 Minuten durchgespielt ist, aber dafür kostet es je nach Plattform auch nur maximal 6 € und ist auf verschiedenen Geräten (PC, Tablet oder Smartphone) verfügbar. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und lässt sich bedenkenlos auch mit jüngeren Kindern spielen.

Handlung:

In „Spilled!“ steuert man ein kleines rotes Boot, das eines Tages in einer vollkommen verschmutzten Lagune zum Leben erwacht. Das Gewässer ist fast vollständig von einem Ölteppich bedeckt und überall sammeln sich Berge von Abfall und Schmutz. Die Umwelt und die in ihre lebenden Tiere sind eindeutig in Gefahr. Jetzt gilt es die Landschaften wieder sauber zu bekommen und die dort lebenden Tiere zu retten.

Spielmechanik:

Das Boot kann Ölteppiche aufsaugen und verschmutzte Klippen mit einer Wasserkanone reinigen oder damit auch Waldbrände löschen. Zudem kann es Plastikmüll zur Recyclinganlage bringen und mit einem Greifarm Ölfässer bergen. Alle Aktionen werden mit Goldmünzen belohnt, die man dann in Verbesserungen („Upgrades“) stecken kann.

Diese erhöhen die Bootsgeschwindigkeit, die Kapazität des Öltanks oder die Schaufelgröße, wodurch man effektiver größere Mengen an Öl und Müll beseitigen kann. Dieses Upgrade-System kennt man so von vielen anderen Spielen und es ist dadurch schnell verständlich. Es ist eine spieltypische Progressionsmechanik, die zusätzlich motiviert, auch wenn sie nicht viel mit der Realität des Umweltschutzes zu tun hat. Aber „Spilled“ will in diesem Sinne auch keine Wirtschaftssimulation sein, sondern stellt das unbeschwerte Spielen in den Vordergrund.

Dazu gibt es im Spiel auch immer wieder Tiere, die gerettet werden können und kleinere Aufgaben („Quests“), in denen es meist darum geht, jemandem bestimmte Dinge zu bringen.

Durch den isometrischen Blick schräg von oben bleibt das Spiel meist übersichtlich, ist zudem aber auch sehr schön gestaltet. Erst wenn ein Gebiet zu einem großen Teil gesäubert wurde, wird der nächste Bereich geöffnet und man kann die Reise fortsetzten. Alles passiert ohne Zeitdruck und bis auf einen „Endgegner“, den man mit der Wasserkanone treffen muss, gibt es weder Kampfmechaniken noch die Möglichkeit zu verlieren.

Die größte Motivation entsteht durch das Gefühl, die Landschaft wieder gesäubert zu haben, was durch die schöne Gestaltung der Landschaft und der darin lebenden Tiere belohnt wird.

Spilled! - Official Graphics Update Trailer:

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Pädagogische Einschätzung und Fazit:

Unsere zwei Testspieler beim GameCheck empfanden das Spiel als sehr angenehm und beruhigend („Da kann man schön entspannen“). Sie haben das „Saubermachen“ als spaßige Tätigkeit empfunden („Ich höre erst auf, wenn wirklich alles weg ist“) und durchaus erkannt, dass sie hier etwas Gutes tun.

Das Spiel lädt zum handelnden Helfen ein („Oh, die arme Ente!“). Durch das Säubern der Lagune wird Umweltbewusstsein spielerisch erlebbar gemacht. Gleichzeitig fördert das Spiel emotionale Kompetenzen wie Mitleid und Hilfsbereitschaft, weil die Rettung der Tiere im Mittelpunkt steht.

Die Steuerung ist dabei sehr intuitiv und leicht zu erlernen und so kommt man sehr schnell ins Spiel. Besonders hervorzuheben ist zudem der Cozy-Charakter: Das Spiel wirkt nicht stressend, sondern lädt zu ruhigem Spielen ein. Die schöne, harmonische Darstellung sowohl auf der Bild-, als auch auf der Tonebene bestärkt diesen Eindruck.

Dadurch können wir es ruhig für Kinder ab 6 Jahren empfehlen. Zusammen können es Eltern auch mit jüngeren Kindern spielen, da es keine Elemente gibt, die Kinder stressen, verängstigen oder überfordern könnten.

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Die GameChecker testen…

Moving out

Genre: Puzzle, Action | Erscheinungsjahr: 2020 | Entwicklerstudio: DevM Games & SMG Studio | USK: ab 6 Jahren | Plattform: PC, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One 

In diesem knallbunten Indie-Game ist der Name Programm: Umziehen, so lautet die Mission der Spieler*innen in Moving Out. Was in der Realität ein Knochenjob ist, bereitete unseren Testern als Computerspiel enormes Vergnügen.

17.10.2023 | Nick Schindowski

Schon die aufregende Spielwelt hob unsere Jugendredaktion im Test positiv hervor. Nachdem die Spieler*innen eine von vier der komischen Spielfiguren ausgewählt haben, eröffnet sich diese mit einer Karte, die sie mit ihrem Umzugswagen entdecken können. Hierbei ist gegenseitiges Verständnis gefragt, denn alle Spieler*innen steuern den Lastwagen gleichzeitig. Wollen die Spieler*innen ihren nächsten Auftragsort erreichen, müssen sie sich deshalb miteinander absprechen. Kritisch bemerkten die Tester jedoch, dass die Spielkarte viele Barrieren enthält, die erst durch das erfolgreiche Abschließen eines Levels aufgeschlossen werden. Hier hätten sie sich mehr Freiräume gewünscht, denn es hat ihnen Spaß gemacht, mit dem Lastwagen durch die Spielwelt zu fahren. Auf dieser Mechanik hätte das Spiel noch weiter aufbauen können! 

Ist man einmal am Auftragshaus angekommen, beginnt ein hektisches Rennen gegen die Zeit. Gemeinsam müssen die Spieler*innen einen Haushalt auflösen. Dafür gilt es, möglichst schnell Möbel, Küchen- und Elektrogeräte in den Umzugswagen manövrieren. Manche Geräte wie Toaster oder einfache Stühle lassen sich noch allein durch das häusliche Labyrinth zum Wagen tragen. Für sperrige Gegenstände wie Ecksofas, Kühlschränke oder Fernseher mussten sich unserer Tester hingegen zusammentun. Und Achtung galt bei Glastischen oder Fernsehgeräten, denn diese können bei unsachgemäßer Behandlung kaputt gehen. Die Umzugsaction begleitet eine Stoppuhr: Nur wenn die Spieler*innen rechtzeitig fertig werden, also alle Haushaltsgegenstände erfolgreich in ihrem Laster lagern, können sie in der Spielwelt vorankommen. 

Dies erwies sich im Laufe unseres Tests allerdings als sehr schwer. Zwar konnten die GameChecker immer die Bronzemedaille erreichen und haben somit das nächste Level freigeschaltet, doch auch nach einigen Level-Wiederholungen hatte die drei Tester große Schwierigkeiten, sich eine Silber- oder Goldmedaille zu ergattern. Vermutlich hat ihnen dafür eine vierte Mitspieler*in gefehlt. Hier kann jedoch auch ein besonderer Modus aushelfen, in dem die Spieler*innen verschiedene Optionen haben. 

Dagegen streichen die GameChecker besonders die simple Steuerung heraus, die man auch gleich zu Beginn durch ein einfaches Tutorial erlernen kann. Die Figuren können die Gegenstände greifen oder gleich ganz aus dem Fenster hinauswerfen. Zugleich können sie aber auch durch das Level hüpfen, oder sich eben zusammentun, um einen schweren Gegenstand zu tragen. Diese vielfältigen Handlungsmöglichkeiten geben dem Gameplay eine überraschende Tiefe – trotz sehr simpler Eingaben. 

Ein Spiel über das Umziehen: Das fanden die GameChecker eine ganz schön mutige und innovative Idee. Moving Out beweist für sie, dass ein Computerspiel auch ohne große Heldenepen funktioniert. Solange Atmosphäre und Spielmechaniken so ausgefeilt ineinandergreifen, kann auch ein Knochenjob wie der Umzug großen Spaß bereiten. Moving Out empfehlen die GameChecker daher für alle Spieler*innen ab 6 Jahren, die sich für zugängliche lokale Multiplayer begeistern. 

Nachtrag d. Red.: Im August 2023 erschien ein zweiter Teil. 

Trailer zu Moving Out und Moving Out 2

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Die GameChecker empfehlen…

The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom

Genre: Rollenspiel, Action, Adventure | Entwicklerstudio: Nintendo |  
Erscheinungsjahr: 2023 | USK: ab 12 Jahren | Plattform: Nintendo Switch

Die The Legend of Zelda -Reihe ist sagenumwoben. Jede*r Gamer*in und alle Eltern kennen das Spiel - Zelda ist von jüngeren und älteren Menschen geliebt.

29.09.2023 | Demu

Das neuste Spiel der Reihe Tears of The Kingdom hat nicht enttäuscht: Es sind in den ersten Tagen 10 Millionen Kopien verkauft worden, was es zum meistverkauften Spiel in der Nintendo-Reihe macht. Das setzt sogar den Vorgänger Breath oft the Wild in den Schatten, der ein absoluter Klassiker ist.

In The Legend of Zelda: Tears of The Kingdom (kurz: TOTK) folgst du Link auf seinem bis jetzt gefährlichstes Abenteuer, um das Königreich Hyrule zu retten. Nachdem der Dämonenkönig Ganon erneut erwacht ist und Inseln am Himmel erschienen sind, muss Link dieses Mal neue Verbündete machen, um die Welt zu retten.

Was ich an TOTK besonders mag, ist die neue Fähigkeit „Ultra Hand“. Die benutze ich oft, um meine eigene Kreation zu erstellen, um Gegner und Puzzle zu meistern.

Was mir nicht so gefällt, sind die Fähigkeiten, die man nach Vollendung der Dungeon kriegt, da sie sehr anstrengend zum Aktivieren sind. Das war im Vorgänger viel besser umgesetzt.

Wenn du Lust an Abenteuer und Action hast und einfach in eine andere Welt eintauchen möchtest, ist Legend of Zelda: Tears oft the Kingdom genau das richtige für dich!

OFFIZIELLER TRAILER ZU LEGEND OF ZELDA

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Die GameChecker testen…

Team Sonic Racing

Genre: Fun-Racer, Action | Entwicklerstudio: Sumo Digital |  Erscheinungsjahr: 2019 | 
USK: ab 0 Jahren | Plattform: Playstation 4 & 5, Nintendo Switch, Xbox One & Series X, Windows, iOS, macOS

21.09.2023 | Nick Schindowski

Team Sonic Racing ist ein Fun-Racer des berühmten Spieleherstellers Sega. Das lebhafte Rennspiel erschien 2019 für alle gängigen Spieleplattformen und greift einmal mehr das Universum um den wohl berühmtesten Igel der Welt auf. Parallelen zum Gaming-Hit Mario Kart sind nicht zu übersehen. Doch kann Sonic mit dem italienischen Klempner Schritt halten?

In diesem Monat haben die GameChecker TSR gespielt und gemeinsam bewertet. Neben Sonic selbst kann man mit allen bekannten Figuren aus dem Universum fahren. Besonders heben die GameChecker die bunte und ausgelassene Atmosphäre des Fun-Racers hervor. Die 3D-Welt im Cartoon-Style ist voller spannender Details und kann gerade auf der Playstation 5 mit einer sehr klaren Grafik punkten. Das Ziel ist es, die Rennen zu gewinnen, wobei das Game eigene Wege geht: Team Sonic Racing sticht vor allem durch seinen Teammodus hervor. Hier gewinnt das Team, das am Ende die meisten Punkte hat. Es ist dabei nur zweitrangig, wer tatsächlich am Ende auf dem ersten Platz gelandet ist.

Um TSR im Team zu spielen, bietet das Game nicht nur einen Online-Modus, sondern genauso einen Splitscreen-Modus. Bis zu vier Spieler*innen können gleichzeitig auf der Piste stehen, egal ob mit- oder gegeneinander. Anders als Mario Kart verfügt TSR außerdem über einen Storymodus, der auch zu dritt gespielt werden kann und in dem besondere Herausforderungen auf das Team warten. Das Teamspiel ist mehr als nur ein Zusatz: Fahren die Spieler*innen für längere Zeit im Windschatten ihrer Teammitglieder, erhalten sie einen Boost. Während einem Rennen können die Spieler*innen außerdem ihre Items miteinander tauschen, die sie nach dem bekannten Konzept von Mario Kart von der Strecke aufsammeln. Diese Ideen fanden die GameChecker super, bemängelten jedoch, dass beide Spielmechaniken schwer steuerbar sind. Der Windschatten der Teammitglieder ist nur sehr klein, und es ist deshalb eine echte Herausforderung, dem goldenen Streifen zu folgen. Auch das Tauschen der Items ist nicht sehr intuitiv.

Im Großen und Ganzen ist Team Sonic Racing anfangs relativ schwer zu überblicken. Zwar ist die Steuerung vergleichbar mit anderen Fun-Racer, doch die Spielemechaniken sind sehr besonders und müssen erst verstanden werden. Wer direkt in den Storymodus startet, hat es hier leichter. Dort beginnen die Rennen in vereinfachter Form und die unterschiedlichen Rennmodi werden vorgestellt.

Die ausgelassene Atmosphäre, ein abwechslungsreiches Streckendesign und die guten Grafiken gehören für die GameChecker zu den Stärken von Team Sonic Racing. Doch gibt es in Sachen Ausgelassenheit ein Zuviel des Guten, denn die lockere Menümusik fanden die Tester schnell nervtötend.

FAZIT: Mit seinem besonderen Fokus auf Teamplay hebt sich Team Sonic Racing von Mario Kart ab, kann dem Nintendo-Klassiker jedoch nicht ganz das Wasser reichen. Die Teamplay-Mechaniken sind zwar eine hervorragende Idee, jedoch verhaspelt sich TSR in deren Umsetzung. Der Fun-Racer aus dem Mario-Universum schien den Gamecheckern sowohl in Sachen Atmosphäre als auch bezogen auf die Spielmechaniken deutlich besser ausbalanciert.

Trotzdem würden die Gamechecker Team Sonic Racing allen Interessierten empfehlen. Für alle Spieler*innen ab sechs Jahren könnte das Sonic-Rennspiel eine willkommene Spielfreude sein.

OFFIZIELLER TRAILER ZU TEAM SONIC RACING

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