Allgemein
20. Dezember 2022

„Fortnite“-Entwicklerstudio muss Rekordsumme in Höhe von 512 Millionen Dollar zahlen.

In dieser Woche gab die US-Verbraucherschutzbehörde FTC einen Vergleich mit dem Spielentwickler „Epic Games“ in Höhe von einer halben Milliarden Dollar bekannt. Dem US-Unternehmen, das unter anderem für die Entwicklung des weltberühmten „Fortnite“ bekannt ist, wurde vorgeworfen, Kindern und Jugendlichen geschadet zu haben, indem sie ihnen Chats in Echtzeit mit erwachsenem Spieler*innen ermöglichten. Überdies habe „Epic Games“ persönliche Daten von unter 13-Jährigen ohne Zustimmung der Eltern gesammelt und Kinder durch eine irreführende Menüstruktur zu unbeabsichtigten In-Game-Käufen verleitet.

Auch hier bei uns an der Computerspielschule Stuttgart war und sind Monetarisierungsstrategien und unzureichender Schutz der Rechte von Kindern auf Spieleplattformen ein wiederkehrendes Thema. Immer wieder tragen Eltern und Lehrkräfte ihre berechtigten Sorgen an uns heran. Zugleich können wir diese häufig beruhigen: Viele Kinder und Jugendliche spielen in privaten Online-Räumen mit ihren Freund*innen und bauen sich so eigenständig einen geschützten Bereich. Im Fall „Fortnite“ ist es zudem nicht die dargestellte Gewalt („Fortnite“ ist ab 12 Jahren freigegeben), die sich schädlich auf Kinder und Jugendliche auswirkt, sondern In-App-Käufe oder fehlende Moderation seitens der Spielebetreiber. Spiele wie „Fortnite“ haben wir deshalb schon seit langer Zeit aus unserem Angebot gestrichen. Wir begrüßen den Vergleich zwischen der US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörde und „Epic Games“ und erhoffen uns für die globale Computerspiellandschaft eine nachhaltige Wirkung.